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Panorama Das Elefantenbaby ist da

Kaum im neuen Heim eingezogen, gibts auch schon Nachwuchs: Die Elefantenkuh Indi hat im Zoo Zürich ihr drittes Jungtier zur Welt gebracht. Ob es ein Männchen oder ein Weibchen ist, steht noch nicht fest.

Legende: Video «Der Elefantenpark wird zum Kinderzimmer» abspielen. Laufzeit 2:52 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 18.06.2014.

Die 28-jährige Elefantenkuh Indi im Zoo Zürich ist zum dritten Mal Mutter geworden. Mutter, Tante und Schwester umsorgen das Jungtier bereits aufmerksam. Mit den Hinterfüssen voran kam der kleine Elefant am Dienstagabend kurz nach 21 Uhr zur Welt. Vier Minuten später stand er schon zum ersten Mal auf seinen eigenen, noch etwas wackligen Beinen. In der freien Wildbahn muss ein Elefantenkalb schon wenige Minuten nach der Geburt fähig sein, zu stehen.

Kleiner Elefant wird «O...» heissen

Weil sich mit dem Umzug in den neuen Elefantenpark die Art der Betreuung geändert hat und die Pfleger keinen direkten Körperkontakt mehr mit den Tieren haben, ist noch unklar, welches Geschlecht das Jungtier hat.

Sobald dieses feststeht, wird der kleine Elefant auch einen Namen – der mit einem «O» beginnt, erhalten. Über Facebook und die Zoo-Homepage kann aus drei Vorschlägen ein Favorit ausgesucht werden.

Auch wie gross und wie schwer das Tier ist, weiss man noch nicht. Bei früheren Geburten waren die Jungen zwischen 115 und 160 Kilogramm schwer und hatten eine Schulterhöhe von 97 bis 107 Zentimetern. Der jüngste Nachwuchs wirke nicht so massig sondern eher schlank und hochbeinig, sagte Zoo-Kurator Robert Zingg.

Es war ein langes Warten für Elefantenmutter Indi: Elefanten tragen 22 Monate. Der genaue Geburtstermin lässt sich nicht voraussagen.

Am Dienstag war klar: die Geburt steht kurz bevor. Elefantenmutter Indi war unruhig. Dann setzten die Wehen ein und wurden immer häufiger.

Ultraschall wie beim Menschen

SRF hatte Indi im Januar bei einem Arzttermin mit Ultraschall begleitet. Ein Ultraschall beim grössten Landsäugetier ist Glücksache: Oft ist vom Nachwuchs in der weitläufigen Bauchhöhle des Elefanten nichts zu sehen.

Beim Elefantenultraschall kommen die gleichen Geräte zum Einsatz wie beim Menschen. Da Tiere nicht immer still halten – eine heikle Angelegenheit.

Haus der Giganten

Haus der Giganten

Die Elefanten waren schon immer die Publikumslieblinge des Zoos Zürich. Ab Pfingsten präsentieren sich die Dickhäuter in einer neuen, 10‘000 Quadratmeter grossen Anlage und einer spektakulärem Elefantenhaus als Herzstück. Hier mehr.

Bedrohte Tiere

Mit einem Bestand von 40'000 bis 50'000 Tieren gilt der asiatische Elefant als bedroht. Stark bedrängt werden die meist kleinen Populationen durch die Zerstörung ihres Lebensraums und durch Wilderei.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Mein Glückwunsch zum Nachwuchs. Mit Zoos verbindet mich aber auch Ambivalenz. Sicher bieten sie eine Möglichkeit für viele urbane Menschen auf Erden, einiges über die Tierwelt zu lernen und somit auch einen pädagogischen Wert. Traurigerweise auch für viele bedrohte Arten, letzter Zufluchtsort, um sie überhaupt noch unseren Enkel zeigen zu können. Gerade bei diesen gelingt in Gefangenschaft die Nachzucht nur schlecht, bis gar nicht. Wir nehmen ihren Lebensraum und bieten ihnen ein Ghetto.
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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Also, wenn das Kleine ein Kleiner ist und es ein Name mit 'O' sein muss, dann bitte Ottifant.
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    1. Antwort von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
      LOL. Ostfriese und Blödelbarde Otto Waalkes würde dafür garantiert nach Zürich reisen und Pate stehen ;-)
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  • Kommentar von Helga Vögeli, Entfelden
    Ganz herzig, das Elefantenbaby, klar. Trotzdem finde ich es nicht in Ordnung, die Elefantenfamilie in so einem intimen Moment zu filmen und die Bilder öffentlich zur Schau zu stellen. Man weiss, dass Elefanten sehr sensibel sind und ich vermute, hätte man die gebärende Mutter gefragt, sie hätte abgelehnt bei der Geburt und kurz danach gefilmt zu werden. Schade.
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