Depardieu zu Besuch bei Putin

Der Schauspier Gérard Depardieu ist laut dem Kreml zu einem «Privatbesuch» in Russland eingetroffen. Möglicherweise erhält er bei einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin seinen russischen Pass. Depardieus neue Staatszugehörigkeit scheint unterdessen potentielle Nachahmer zu inspirieren.

Depardieu im Profil mit hochgestrecktem Daumen.

Bildlegende: Depardieu will sich in Sotschi mit dem russischen Präsidenten treffen – und möglicherweise seinen neuen Pass abholen. Reuters

Gérard Depardieu sei nach Sotschi am Schwarzen Meer gereist. Dort will er den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen, sagte ein Kreml-Sprecher. «Es ist nicht ausgeschlossen, dass Depardieu dabei seinen russischen Pass erhält.»

In Sotschi befindet sich eine Residenz von Putin. Inmitten eines Streits des 64jährigen Depardieu mit Frankreichs Regierung um hohe Steuern hatte Putin dem Schauspieler die russische Staatsbürgerschaft verliehen.

Die französische Schauspielerin und Tierschützerin Brigitte Bardot (78) schloss ebenfalls ein baldiges Treffen mit Russlands starkem Mann nicht aus. Putin sei «sehr human» und habe «mehr für den Tierschutz getan als alle unsere Präsidenten», sagte sie der Zeitung «Nice-Matin».

Bardot droht damit, ebenfalls den russischen Pass zu beantragen, falls zwei Zirkuselefanten in Lyon getötet würden. Bei den Dickhäutern besteht Verdacht auf Tuberkulose. Putin hatte sich mehrfach als Tierschützer inszeniert.