Deutscher Buchpreis für Terézia Mora

Die aus Ungarn stammende Terézia Mora gewinnt Deutschlands wichtigsten Buchpreis. Mit ihrer Road-Novel «Das Ungeheuer» hat sie die Jury überzeugt.

Porträt von Terézia Mora.

Bildlegende: Terézia Mora lebt als freie Autorin mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Berlin. Keystone

Der tragische Held in ihrem Roman hat Terézia Mora Glück gebracht. Für ihr 700-Seiten-Werk «Das Ungeheuer» gewann die aus Ungarn stammende Autorin den Deutschen Buchpreis 2013.

Mit ihrer Romanfigur Darius Kopp nahm Mora im Wettbewerb um den besten deutschsprachigen Roman des Jahres bereits den zweiten Anlauf. Schon 2009 hatte sie mit dem Vorgängerbuch «Der einzige Mann auf dem Kontinent» auf der Longlist des Buchpreises gestanden.

Die 42-jährige Autorin habe einen «tief bewegenden und zeitdiagnostischen Roman» geschrieben, würdigte die Jury. Indem sie zwei Textformen miteinander in Verbindung setze, vereine Mora «hohes literarisches Formbewusstsein mit Einfühlungskraft».


«Deutscher Buchpreis» – die Nominierten

3:21 min, aus Kultur kompakt vom 07.10.2013

Ebenfalls nominiert waren Clemens Meyer («Im Stein»), Mirko Bonné («Nie mehr Nacht»), Reinhard Jirgl («Nicht von euch auf Erden»), Marion Poschmann («Die Sonnenposition») und Monika Zeiner («Die Ordnung der Sterne über Como»).

Die Jury sichtete mehr als 200 neue Romane von Verlagen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.