Die Berlinale – das «intime Festival» ist eröffnet

Berlin hat den roten Teppich ausgerollt. Filmschaffende und Medienvertreter werden bei der 63. Berlinale eine Woche zahllose Filme begutachten. Im Gegensatz zu den Festivals in Cannes oder Venedig darf in Berlin auch das Publikum die Kinos stürmen.

Jury-Präsident Wong Kar Wai auf dem roten Teppich.

Bildlegende: Regisseur Wong Kar Wai präsidiert die diesjährige Jury. Sein Kung-Fu-Drama «The Grandmaster» eröffnete das Filmfestival. Keystone

Der chinesische Kung-Fu-Film «The Grandmaster» hat die diesjährige Berlinale eröffnet. Das prächtige und zugleich tragisch-romantische Epos lief ausser Konkurrenz. Das ging gar nicht anders. Denn sein Regisseur Wong Kar Wai ist zugleich der Präsident der diesjährigen Jury in Berlin.

Ein «intimes» Festival

Unabhängig vom winterlichen Wetter sei die Berlinale ein sehr intimes Festival für Filmemacher, sagte Wong Kar Wai bei der Eröffnung. «Ich bin hier mit all meinen wunderbaren Jury-Kollegen, um Filmen zu dienen. Wir sind nicht hier, um über sie zu urteilen.» Ein Künstler unter seinesgleichen. Trotzdem ist die Beurteilung der Wettbewerbsfilme die zentrale Aufgabe der Jury. Schliesslich wird sie am Samstag in einer Woche die goldenen und silbernen Bären vergeben.

Eine Schweizer Hoffnung

Ohne Bär bleibt auf jeden Fall der «Nachtzug nach Lissabon» von Bille August. Die Verfilmung nach dem Bestseller des Schweizers Pascal Mercier – eine Schweizer Koproduktion – läuft nächste Woche ausser Konkurrenz. Chancen auf einen Preis, wenn auch nicht auf einen Bären, hat dagegen der Schweizer Peter Liechti. Sein Film «Vaters Garten - Die Liebe meiner Eltern» wurde in die Festival-Sektion Forum eingeladen.

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Lukratives Filmfestival für Berlin

3:29 min, aus 10vor10 vom 7.2.2013