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Wohnen der Zukunft Drei Megatrends verändern das Wohnen

Vermehrt zu Hause arbeiten, aber nicht mehr allein. Und mehr Kommunikationszonen in Häusern. So wohnen wir in 20 Jahren.

Legende: Video Haus der Zukunft abspielen. Laufzeit 11:00 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 17.11.2015.

Wie wohnen wir in 20 Jahren und wie sehen dann unsere Wohnungen aus? Darauf haben nicht nur die Bevölkerungsentwicklung oder neue Technologien grossen Einfluss. Die Trendforscherin Oona Strathern sieht weitere wichtige Treiber und wagt den Blick in die Zukunft.

Diese drei Megatrends beeinflussen das Wohnen der Zukunft:

  • Alternde Gesellschaft (Silver Society): Die Menschen werden immer älter. Entsprechend braucht es neue, altersgerechte Wohnformen, die auch der gesellschaftlichen Isolation entgegenwirken.
  • Individualisierung: Es gibt immer mehr Singles. Wenn immer mehr Menschen allein leben, braucht es in Häusern zum Beispiel mehr Zonen für Begegnungen und Gespräche.
  • Verbundenheit (Connectivity): Die Menschen wollen wieder mehr persönlich kommunizieren und sich statt über soziale Medien direkt miteinander verbinden und austauschen. Neue Wohnformen mit Begegnungszonen und Gemeinschaftsräumen kommen diesem Trend entgegen.

So sieht das Haus der Zukunft aus:

Flexibilität, modularer Aufbau und Kommunikation sind die Anforderungen ans künftige Wohnen. Es gibt in einer Wohnung Module (Räume) fürs Private und für die Kommunikation, zum Beispiel eine grosse Wohnküche mitten drin. Grosszügige Badezimmer dienen als neuer Rückzugsort.

«Das Haus der Zukunft wird vermehrt Teil eines Energie-Netzes sein, das auch selbst Strom produziert», sagt Trendforscherin Strathern. Der überschüssige Strom könne lokal gespeichert und zum Beispiel fürs Laden des Elektroautos während der Nacht gebraucht werden.

Diese drei Wohnformen dominieren in 20 Jahren:

  • Leben und Arbeiten am selben Ort: Wer ausserhalb der Firma zu Hause arbeitet, macht das nicht mehr in den eigenen vier Wänden. Dafür stehen gemeinschaftliche Büroräume zur Verfügung, idealerweise im gleichen Haus, in dem man wohnt.
  • Altersgerechtes Wohnen: Es gibt neue Formen von Altersheimen. Auch Mehrgenerationen-Häuser sind eine Antwort auf die alternde Gesellschaft. Beide Wohnmodelle könnten auch kombiniert werden.
  • Wohngemeinschaften: Künftig leben nicht mehr vor allem junge Menschen in Gemeinschaftswohnungen zusammen. Leute ab 50 wählen diese Wohnform ebenfalls.

(Sendebezug: SRF 4 News, 25.01.2017, 11:00 Uhr)

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Elisabeth Frehner-Isenring (Denia)
    Im Grossen und Ganzen einverstanden. Details wären noch zu klären, vor allem das mit den Singles. Die sind auch dort alleine. Jeder Mensch braucht einen Partner/in. Das ist meiner Meinung nach das Wichtigste. Aber dieser Traum, warum erst in 20 Jahren? Nehmen wir es Tag für Tag und jeder macht das Beste aus seiner Situation und ist guten Willens. Sorry. Déformation professionnelle. Ich war Lehrerin.
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  • Kommentar von Heidy Rüegg (heidy70)
    Seit 22 Jahren wohnen wir in unserem Generationenhaus, es ist also nicht neu. Und es ist gut dass der Mensch nicht weiss was in 20 Jahren sein wird.
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