Durch Schweizer WCs fliesst weniger Wasser

Gross oder klein? Viele neue WC-Spülungen arbeiten mit unterschiedlichen Wassermengen. Das hat neben anderen Entwicklungen wie etwa effizienteren Geschirrspülern und Waschmaschinen dazu geführt, dass jede Person hierzulande pro Tag 20 Liter weniger Wasser verbraucht als vor knapp 20 Jahren.

WC von oben

Bildlegende: 20 Liter Wasser weniger verbrauchen Schweizer heute pro Tag – auch wegen sparsamen WC-Spülungen. Colourbox

Schweizer Haushalte benötigen immer weniger Wasser. Seit 1997 sank der Verbrauch pro Person um 20 Liter auf 142 Liter pro Tag. Das ist mehr als ein Liter weniger pro Jahr. Die Hauptursache für die Reduktion sind neue Haushaltsgeräte, insbesondere wassersparende WC-Spülungen und Waschautomaten.

Die 142 Liter mögen im Vergleich zu den von den Vereinten Nationen (UNO) errechneten 7,5 Litern Grundbedarf als sehr hoch erscheinen, schreibt der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches.

Wasserverbrauch «geringe Belastung für die Umwelt»

Da die Schweiz ein wasserreiches Land sei, stelle der Verbrauch von 142 Litern jedoch eine sehr geringe Belastung für unsere Umwelt dar, heisst es im Hinblick auf den Weltwassertag vom Sonntag. Dieser widmet sich dem Thema «Wasser und nachhaltige Entwicklung».

Dass es weltweit gesehen mit der Nachhaltigkeit beim Wasser nicht zum Besten bestellt sei, zeige sich unter anderem daran, dass weltweit rund 750 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.

UNO: 7,5 Liter decken Grundbedarf

Dabei zeigen die Zahlen der UNO zum Grundbedarf, dass 7,5 Liter pro Person und Tag für die meisten genügen, und mit 20 Litern könnten zudem bereits die grundlegenden persönlichen hygienischen Bedürfnisse und die Nahrungshygiene gewährleistet werden.

Der Weltwassertag findet seit 1993 jedes Jahr am 22. März statt. Seit 2003 wird er von UN-Water organisiert.