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Panorama Ein Stück Schweizer Radiogeschichte gesprengt

Der Sendeturm Beromünster ist jetzt ein Kunstobjekt. Jener vom Monte Ceneri misst das Potential für Windkraft. Der dritte Turm des ehemaligen Landessenders in Sottens wurde heute dem Erdboden gleich gemacht.

Legende: Video Eine Legende aus Stahl wird gesprengt abspielen. Laufzeit 1:30 Minuten.
Aus Tagesschau vom 20.08.2014.

1931 wurden die Sendeanlagen des Landessenders der Schweiz in Beromünster (LU) und Sottens (VD) eröffnet. Zwei Jahre später folgte der Turm am Monte Ceneri (TI). Die Schweiz hatte ihren drahtlosen Rundfunk in drei Sprachen.

Doch die Weiterentwicklung der Technik schont einst hoch gefeierte Errungenschaften nicht. 2008 wurde der Landessender eingestellt.

Die meisten einst so wichtigen Sendestationen erhielten vorübergehend eine neue Funktion. Ein Künstler hatte 2010 den Sender gekauft. Am Monte Ceneri sind Windmessgeräte angebracht. Sie liefern Informationen, ob sich dort die Windkraftnutzung lohnen würde.

Legende: Video Die schönsten Sprengungen der jüngeren Vergangenheit. abspielen. Laufzeit 1:49 Minuten.
Vom 06.03.2013.

Über den Sendeturm von Sottens wurde bis Dezember 2010 das Programm Option Musique verbreitet. Später nutzten Funkamateure die Anlage.

Jetzt ist Schluss: Der 188 Meter hohe Hauptturm wird gesprengt. Stehen bleibt das Hauptgebäude und der kleinere Reserveturm. Die Objekte unterstehen dem kantonalen Denkmalschutz.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Ch. Gerber, Basel
    Doch wir müssen trotzdem weiterhin horente BILAG Gebühren zahlen, obwohl wir schon lange nicht mehr dem Zweck dient. Doch man will ja unser Geld, also fordert man auch fürneue Technologieren Gebühren. Ein totaler Blödsinn, wir müssen nicht wie damals die Technologie für den Rundfunk finanzieren. SRF ist weder neutral noch ist es gerechtfertigt wenn man die Löhne der CEOs und Co. anschaut. Es ist Wucher.
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  • Kommentar von Charles Halbeisen, Bronschhofen
    Es ist noch keine 10 Jahre her, da hatte ich im Auto regelmässig die Muikwelle auf 531 kHz empfangen, die von Beromünster aus sendeten. Und in Röhren-Radio meiner Kindheit war der Name "Beromünster" fest auf die Glastafel gedruckt, zusammen mit Sendern wie Warschau usw. MIttelwelle war gar nicht übel. Es brauchte nicht ein ganzes Netz von Sende-Antennen wie heute, sondern nur eine einzige in Beromünster.
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  • Kommentar von Martin Broder, St. Gallen
    Mir scheint es, dass die Leute mehr haben an einem gesprengten Turm, als an einem, der unter Denkmalschutz steht.
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