Zum Inhalt springen

«Jane Roe» Einstige Kämpferin für Abtreibungsrecht in den USA ist tot

Norma McCorvey
Legende: Norma McCorvey (l.) vor dem Supreme Court, als dieses 1989 über einen Abtreibungsfall in Missouri entschied. Keystone/Archiv
  • Norma McCorvey, die unter dem Pseudonym Jane Roe den Frauen in den USA vor Gericht das Abtreibungsrecht erstritt, ist im Alter von 69 Jahren an Herzversagen gestorben.
  • Das bestätigte der Journalist Joshua Prager, der an einem Buch über ihren Fall arbeitet.
  • Sie war 22 Jahre alt, arm und unverheiratet, als sie schwanger wurde und ein texanisches Abtreibungsverbot anfocht. Ähnliche Gesetze gab es damals fast überall in den USA.
  • Zum Schutz ihrer Identität wurde sie zu «Jane Roe». Später enthüllte sie ihren Namen.
  • Ihr erster Vorstoss wurde abgeschmettert. Sie brachte das Kind zur Welt. Daraufhin landete ihr Berufungsantrag vor dem Supreme Court, das ihr 1973 mit 7:2 Stimmen Recht gab.
  • Der verfassungsrechtliche Anspruch auf Privatsphäre beinhalte auch die Wahlfreiheit für Frauen, eine Schwangerschaft abzubrechen, lautete das historische Urteil.
  • McCorvey wurde später strenggläubige Christin und nannte ihre Rolle bei der Legalisierung von Abtreibungen den grössten Fehler ihres Lebens. Sie wurde zur Abtreibungsgegnerin.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

13 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Ich finde auch, dass man nicht einfach so abtreiben darf. Aber es gibt viele, die sich in Sicherheit fühlen, wenn sie ihre "Mädchen" abtreiben und nur die "Buben" überleben lassen. Oder die Prostituierte welche die Abtreibung von ihrem Zuhälter bezahlt erhält. Daran hat diese Frau wohl nicht gedacht!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Werner Boesiger (P.Werner Boesiger)
    @Roethenmund Wie sagte doch Johann Wolfgang von Goethe so schoen und trefflich: "Und wenn es keinen Himmel gibt, was dann mein lieber Christ? Und wenn es eine Hoelle gibt, was dann mein lieber Atheist"? Die Russen sagen dazu: "Leben wir mal, wir werden es dann sehen". Jeder weiss, dass ein Gesetz ohne Sanktionen, nur von einigen wenigen Idealisten eingehalten wird. Ebenso verhaelt es s. mit den moralischen Gesetzen. Ohne hoehere Instanz, die auch straft, verrohen viele, wenn auch nicht alle.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Werner Boesiger (P.Werner Boesiger)
    @Tobi Hartmann Eine Frau, die nicht Mutter werden will, benoetigt allermeistens die Mithilfe eines Arztes und auch des medizinischen Personals, um die unerwuenschte Schwangerschaft zu beenden. Die Freiheit, die Sie einfordern fuer die Frau, steht aber in fast allen Laendern den Aerzten und dem medizinischen Personal nicht zu. Sie muessen mitwirken, auch gegen Ihren Willen. Und alle Versicherten werden gezwungen die Sache mitzufinanzieren. Da sind wieder einmal nicht alle gleich frei!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen