Erdrutschgefahr: Keine Entwarnung für das Tessin

Meteorologen können für den Süden des Landes weiter keine Entwarnung geben: Bis am Mittwoch regnet es im Tessin heftig. Dies kann erneut zu Hangrutschen führen.

Trümmer des Hauses

Bildlegende: Lehm, Erde und entwurzelte Bäume: Am letzten Donnerstag wurde ein Haus im Tessin von einem Erdrutsch mitgerissen. Keystone/archiv

Ein Erdrutsch hat am Donnerstag eine Mutter und ihr kleines Kind in den Tod gerissen. Das Unglück von Bombinasco hat das Tessin erschüttert. Und es droht weiteres Ungemach.

Im Süden gibt es wieder sehr viel Niederschlag. Verantwortlich hierfür ist die Südströmung, die über den Alpen bis am Mittwochabend bestehen bleibt.

Bis zu diesem Zeitpunkt muss im Tessin und in den angrenzenden Gebieten mit 150 bis 250 Millimeter Regen gerechnet werden, stellenweise sogar noch mehr. Damit steigt die Gefahr von Erdrutschen und Murgängen erneut an. An den Tessiner Seen nimmt auch die Hochwassergefahr wieder zu.

Kein Schnee im Flachland zu erwarten

Im Norden hingegen bleibt es mild. Die Höchstwerte liegen am heutigen Montag bei 10 Grad. Bereits am Dienstag kommt in den Alpen wieder Föhn auf. Damit gibt es in den Föhntälern wieder Höchstwerte um 15 Grad.

Oberhalb von rund 2000 Metern muss bis am Mittwochabend mit einem Neuschneezuwachs von 50 bis 150 Zentimetern gerechnet werden. Schnee bis ins Flachland ist zurzeit aber nicht in Sicht.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Schlammlawine im Tessin fordert zwei Todesopfer

    Aus Tagesschau vom 6.11.2014

    Heftige Niederschläge im Tessin haben gestern Abend eine Schlammlawine in Bombinasco, westlich von Lugano ausgelöst. Diese hat ein Rustico mit sich gerissen, aus den Trümmern konnten eine Frau und ihre Tochter nur noch tot geborgen werden.