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Panorama Erster Schnee im Flachland bereitet nicht nur Freude

Erstmals in diesem Winter ist Schnee bis ins Flachland gefallen. Auf den Strassen der Deutschschweiz und der Romandie kam es prompt zu zahlreichen Unfällen. Auch die SBB meldete Probleme in Bern.

Legende: Video Erster Schnee im Flachland abspielen. Laufzeit 01:18 Minuten.
Aus Tagesschau vom 27.12.2014.

Kurz nach Weihnachten ist die Schweiz in weiten Teilen doch noch weiss geworden. Laut Gaudenz Flury von SRF Meteo lag am Samstagmorgen von Genf bis zum Bodensee verbreitet eine dichte Schneedecke.

Der höchste Wert wurde in Koppigen bei Bern mit 8 Zentimetern gemessen. In Payerne lagen 5 und in Genf 3 Zentimeter. Stellenweise fielen bis Mittag aber bereits bis zu 30 Zentimeter im Flachland. Die Unterschiede waren regional gross; an vielen Orten ist der wenige Schnee umgehend wieder geschmolzen.

Dicke Schneeschicht im Garten.
Legende: Auch in Buchs (ZH) ist der Winter eingekehrt. SRF-Augenzeuge Ursula Bassetti

Regen in Basel

Pech hatten die Basler: Regen weichte die zwei Zentimeter dicke Schneedecke schnell wieder auf. Am meisten Schnee fiel im Unterwallis, während im Tessin erst mit Verzögerung die ersten Flocken fielen.

Und es dürfte noch mehr Regen geben: SRF Meteo rechnet nämlich damit, dass die Schneefallgrenze im Verlauf des Tages steigt – auf 600 bis 800 Meter. Dazu bläst relativ kräftiger Südwestwind.

Unfälle häufen sich

Am frühen Morgen sorgte der Wetterumschwung auf Strasse und Schiene zunächst kaum für Probleme. Später häuften sich die Unfallmeldungen. So kam es auf der A12 zwischen Yverdon und Freiburg zu mehreren Unfällen, wie der Verkehrsinformationsdienst viasuisse mitteilt.

Auch auf der A1 zwischen Vevey und Lausanne sowie auf der Hauptstrasse La Neuveville-Twann verunfallten mehrere Fahrzeuglenker.

Mehrere Kantone meldeten zahlreiche Unfälle: Die Lenker prallten mit ihren Fahrzeugen in Laternen, Leitplanken, Mauern, Strassensignale, Bäume, Brückenpfeiler und in andere Fahrzeuge. Meist blieb es bei Blechschäden.

Staus auf mehreren Autobahnen

Im Kanton Bern krachte es am Vormittag rund 60 Mal, 18 Mal auf Autobahnen. Sechs Personen mussten ins Spital. Im Kanton Zürich wurden rund 20 Unfälle mit Blechschäden gezählt, im Kanton Solothurn rund 25.

Die Deutschschweiz blieb ebenfalls nicht von Behinderungen verschont. So staute sich der Verkehr wegen Unfällen auf der A1 zwischen der Verzweigung Härkingen und Luterbach, auf der A2 zwischen dem Belchentunnel und Härkingen sowie in der Region Zürich auf der A3 zwischen Horgen und Thalwil.

Verspätungen am Flughafen Zürich

Am Flughafen Zürich verzögerten sich die Abflüge wegen des Schnees um rund eine Stunde. Bei den Langstreckenflügen war es noch mehr. Ein Sprecher der Flughafen Zürich AG sprach von «schwierigen Verhältnissen». Bis Mittag wurden die Pisten vier Mal gereinigt. Rund 30 einzelne Flüge mussten annulliert werden - nicht nur wegen des Wetters in Zürich, sondern auch in anderen Teilen von Europa.

SBB hat Problem in Bern

Der öffentliche Verkehr war allerdings am Samstagmorgen nicht überall die bessere Wahl. Eine Stellwerkstörung führte dazu, dass der Bahnhof Bern vorübergehend nur beschränkt befahrbar war. Die Interregio-Züge von Zürich nach Bern fielen zwischen Bern und Olten aus. Zudem waren mehrere S-Bahn-Strecken in der Region Bern betroffen.

Diese Störung dürfte allerdings keinen direkten Zusammenhang mit dem Wintereinbruch haben, wie ein SBB-Sprecher sagte. Für die Schiene sei der Schneefall weitgehend problemlos.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Inge Ross, 3153 Rüschegg Gambach
    Es ist immer das selbe "Lied": Bei dichtem Nebel und Scheefall (auch wenig) wird die Geschwindigkeit nicht angepasst. Man(n) hat sich nicht dafür, langsam zu fahren - und kommt nota bene ev. gar nicht an... Pneus: Ich war der Meinung, Winterpneus seien bereits obligatorisch?!
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  • Kommentar von Karl Suter, Kirchberg
    Des einen Lied des andern Freud! Auf jeden Fall freue ich mich jedes Mal riesig, dass es schneit je mehr desto besser. Es ist einfach ein schönes Gefühl, dass die Natur der modernen Technik und den technisch perfekten Errungenschaften, ein Schnippchen schlägt. Da hat man wieder mal Zeit und die Hektik wird zwangsweise heruntergefahren. So drei Monate dürfte diese weisse Pracht das Zepter führen, dann hätten sich sicher die meisten Autofahrer und Fussgänger winterlich aufgerüstet! oder nicht?
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  • Kommentar von Gerhard Schweizer, Bern
    Ich werde den Eindruck nicht los, dass es von Jahr zu Jahr weniger Schnee braucht, bis Chaos ausbricht. Schnee ist ja in unserem Alpenländle auch gar etwas aussergewöhnliches! Wie ist man nur früher klargekommen, als es noch "richtige" Winter gab? Vielleicht brauchen die Leute jetzt einfach eine Winter-App fürs Smartphone, damit es läuft?
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    1. Antwort von W.Ineichen, Luzern
      Und ich werde den Eindruck nicht los, dass es immer mehr Lenker gibt, die vom Autofahren nicht die leiseste Ahnung haben, nicht nur bei diesen Strassenverhältnissen.
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    2. Antwort von H. Frühling, Bern / Zürich
      Warum sollte ich Auto fahren können? Es genügt doch, wenn es das Auto kann (schliesslich fahre ich einen Wagen mit automatischem Getriebe, mit ABS, el. Scheibenheber, Abstandsmesser usw. und genügend PS hat es auch.....) Ich weiss wirklich nicht, warum ich als Fahrer da noch etwas können müsste!
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