Erster Solar-Skilift verblüfft Fachleute

Die kleine Gemeinde Tenna in Graubünden hat im vergangenen Jahr mit einer Weltneuheit für Schlagzeilen gesorgt: dem ersten Solar-Skilift. Der erste Winter war gleich ein Erfolg. Die Anlage produzierte mehr Strom als geplant und überraschte damit gar Experten.

Der weltweit erste Solar-Skilift im abgelegenen Bündner Safiental hat in der ersten vollen Wintersaison sogar Fachleute überrascht. Der Lift produzierte während des Winters drei Mal mehr Strom als er verbrauchte.

Weil der 450 Meter lange Mini-Lift oberhalb des Dorfes Tenna das ganze Jahr über in Betrieb steht, produzierte er 13 Mal so viel Strom wie er verbrauchte. Dies teilte die Schweizer Berghilfe mit. Die Solarpanels hängen an Stahlseilen über den Köpfen der Skifahrer, die vom Lift den Berg hinauf gezogen werden.

Luxusprobleme zu Beginn

Aufgestellt worden ist der Lift von der Genossenschaft Skilift Tenna. Genossenschaftspräsident Edi Schaufelberger zeigte sich erfreut über die reibungslos verlaufene Saison und die Stromproduktion: Von so guten Werten seien die Planer nie ausgegangen.

Eine noch höhere Einspeisung von Solarstrom ins Netz wäre durchaus möglich gewesen. Laut Schaufelberger hatten die Liftbetreiber am Anfang das Luxusproblem, dass das Netz aus technischen Gründen nicht allen Strom aufnehmen konnte. Die Genossenschaft investierte in den Bau des Lifts 1,35 Millionen Franken.