Zum Inhalt springen

Panorama Europa schiesst Erdbeobachtungs-Satelliten ins All

Die Europäische Weltraumagentur (ESA) hat Sentinel-2A, einen Satelliten der neusten Generation, ins All geschickt. Dieser soll aus 800 Kilometern Höhe hochauflösende Bilder der Erde liefern – und damit umfassende Daten über die Entwicklung des Klimas oder der Ausbreitung von Megastädten beschaffen

Legende: Video Sentinel-Satellit ins All geschossen abspielen. Laufzeit 0:27 Minuten.
Vom 23.06.2015.

Knapp 55 Minuten nach dem Start vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana um 4 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit erreichte Sentinel-2A seine Position im All. Der 1140 Kilo schwere Flugkörper kreise in einer Höhe von 786 Kilometern um die Erde, teilte die Europäische Weltraumagentur (ESA) mit. Ziel der Mission ist es, hochauflösende Bilder der Erde zu liefern.

Mit dem neuen Satelliten will sich Europa – inklusive der Schweiz – einen Vorsprung bei der Klima-Kompetenz sichern. Bis 2021 wollen die EU-Kommission und die ESA zehn solcher Sentinel-Satelliten («Wächter») um die Erde kreisen lassen. Die Satelliten werden das Herzstück des mit rund sechs Milliarden Euro konzipierten Copernicus-Programms der ESA und der EU sein.

Entscheidungshilfe für Politiker

Von den weitgehend frei zugänglichen Daten erhoffen sich die Auftraggeber nach Angaben der europäischen Arianespace Möglichkeiten für schnelle Hilfe bei Katastrophen oder gezielte Reaktionen auf Ernteprobleme. Die Entwicklung des Klimas soll analysiert und das Wachstum von Städten erfasst werden.

Anhand der Informationen können Politiker etwa über Strukturmassnahmen entscheiden. Die Daten stehen auch Unternehmen, Landwirtschaft oder der Wissenschaft zur Verfügung. Das Programm Copernicus wird aber auch kritisiert wegen den Möglichkeiten zur Grenzüberwachung. So könnten etwa auch Flüchtlingsströme erfassen werden.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Alles gut und schön. Noch nie verfügte der Mensch über so breites Wissen und Fakten dazu, wie heute. Was nutz’s, wenn wir daraus nicht die nötigen Konsequenzen ziehen und danach handeln? Respektive dieses Wissen nicht verstehen und nutzen wollen. Wir folgen stur unseren Urinstinkten und Naturgesetz „fressen und gefressen werden“. Den gleichen Effekt erziele ich, wenn ich meinen Hühnern die alte Enzyklopädie in den Stall stelle. Nämlich gar keinen und die Menschheit erschreckend ähnlich.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen