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Panorama Facebook-Aufstand ägyptischer Ärzte

Katzen überall im Spital, Operationen mit Handylicht, miserables Inventar: Dutzende Bilder dokumentieren auf einer Facebookseite den Zustand ägyptischer Spitäler. Damit prangern Mediziner das verwahrloste Gesundheitssystem an. Doch angefangen hatte alles ganz anders.

Katzen auf Klinikfluren, Operationen im Handylicht, Inventar in desolatem Zustand: Dutzende Fotos zeigen unhaltbare Zustände ägyptischer Spitäler.

Die Facebook-Seite, Link öffnet in einem neuen Fenster mit den Ekelbildern aus Kliniken ist zum Renner geworden. Sie hatte in wenigen Tagen über 270'000 Likes.

Boomerang-Effekt

Hintergrund ist ein Wutanfall des Premiers Ibrahim Mahlab. Dieser besuchte unangekündigt eine Klinik. Mit dabei: mehrere Kamerateams.

Erbost über die Zustände im Spital schimpfte er lauthals über die geldgierigen Ärzte. Diese wollten vorneweg in ihren Privatpraxen Geld verdienen, als der öffentlichen Gesundheit zu dienen.

Die Antwort der Mediziner: die Facebook-Seite. Sie richtet sich direkt an Mahlab und heisst: «Damit Sie nicht überrascht sind.» Mit den Fotos prangern sie das Gesundheitssystem, das zu wenig Geld zur Verfügung stelle, um ausreichende Arbeitsbedingungen zu schaffen.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Leider Realität. Wer sich beruflich (aus welchen Gründen immer), staatlich oder NGOs inkl. Hilfswerke, auch Angestellte eines internationalen CH-Elektrokonzerns in Entwicklungsländern rumtreiben darf (oder muss), sind solch ernüchternde Einblicke nicht unbekannt. Armut und Elend kennt keine Grenzen. Danke an SRF, es mal ungeschönt zu tapezieren. Erinnert mich sehr an ein Spital im westlichen Nigeria am Kainji-Dam, im nahen Ort namens, New Bussa.
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  • Kommentar von Pia Müller, 9443 Widnau
    Sind die hungernden, obdachlosen Kätzchen wirklich das "Gesundheits-Problem" in Agypten ????!!!!
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    1. Antwort von Alex Bauert, Bern
      Katzen sind definitiv nicht hygienisch. Wo Katzen, da auch Nahrung für diese, bzw. für alle Bakterien und Viren, die sie mit rumtragen ... Das sind keine Katzen wie bei uns, die bei minimalen Symptomen sofort zu TierärztenInnen gebracht werden!
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  • Kommentar von richard quell, belp
    In Aegypten fehlt das Geld an allen Ecken und Enden. Der Tourismus ist um 90% eingebrochen. Ergo fallen auch kaum Steuereinnahmen an.
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