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Facebook Entwicklerkonferenz Der Skandal um Cambridge Analytica wirkt nach

Zum elften Mal eröffnet Mark Zuckerberg heute den traditionellen Anlass. Doch 2018 dürfte vieles anders sein als in früheren Jahren.

Legende: Audio Facebook Entwicklerkonferenz F8 abspielen. Laufzeit 1:35 Minuten.
1:35 min, aus News-Clips vom 30.04.2018.

Seit ihrem Beginn vor elf Jahren richtet sich die Facebook-Konferenz an Entwickler. Es sind die Partner des sozialen Netzwerkes, die einerseits von der Plattform mit zwei Milliarden Nutzern profitieren, weil sie ihre Apps, darunter auch Games, darüber verbreiten können. Andererseits sind sie aber auch von Interesse für Facebook, weil sie wertvolle Inhalte beisteuern.

Nebenbei hat Mark Zuckerberg die Entwickler-Konferenz F8 immer wieder zum Anlass genommen, um in der Öffentlichkeit mit ausgefallenen Ideen auf Facebook aufmerksam zu machen: Vor einem Jahr kündigte er beispielsweise eine Helikopter-Drohne an, die Internetverbindungen in Katastrophengebiete bringen soll. Doch die diesjährige F8 wird wahrscheinlich anders ablaufen.

Schadensbegrenzung

Vor sechs Wochen wurde die Facebook-Führung durch die Reaktionen der Öffentlichkeit auf den Datenschutz-Skandal rund um Cambridge Analytica überrascht, das Unternehmen wurde durchgeschüttelt. Mark Zuckerberg hat mittlerweile auf die Vorwürfe reagiert und den Zugang zu Nutzerdaten für Partner ohne Vorwarnung eingeschränkt.

Für sie kamen diese Änderungen überraschend, viele Apps funktionierten plötzlich nicht mehr. Für Firmen, deren Produkte auf die Verbreitung über das soziale Netzwerk angewiesen sind, kann das existenzbedrohend sein.

Facebook dürfte deshalb die Konferenz vor allem dazu nutzen, um die technischen Änderungen zu erklären und den Partnern die neue Strategie zu erläutern. Auf publikumswirksame Ankündigungen wird Mark Zuckerberg in diesem Jahr ziemlich sicher verzichten. Trotzdem ist ihm die weltweite Aufmerksamkeit gewiss.

WhatsApp-Chef geht

WhatsApp-Chef geht

Der Mitgründer und langjährige Chef von WhatsApp, Jan Koum, verlässt den Mutterkonzern Facebook. Es sei Zeit für ihn, weiterzuziehen, schrieb Koum in einem Facebook-Eintrag. Die «Washington Post» berichtete, es habe Streit mit Facebook um die Datennutzung sowie die strikte Verschlüsselung bei WhatsApp gegeben. Koum schrieb diesbezüglich allerdings nichts dazu. Facebook-Chef Mark Zuckerberg dankte ihm und versicherte, dass Werte wie Verschlüsselung immer im Kern von WhatsApp bleiben würden.

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