Fast hundert Menschen nach Chemiebrand bei Sao Paulo vergiftet

Nach einem Chemieunfall ziehen giftige Gaswolken über den Hafen Guarujá. Fast hundert Menschen erlitten Rauchvergiftungen und mussten sich in Spitälern behandeln lassen.

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Giftige Gaswolke über brasilianischem Hafen (portugiesisch)

0:36 min, vom 15.1.2016

Nach einem Chemieunglück im brasilianischen Hafen Guaruja an der Atlantikküste des Bundesstaates São Paolo haben fast 100 Menschen Rauchvergiftungen erlitten. Eine grosse Giftwolke erreichte drei weitere Städte an der Küste.

Wie die Behörden mitteilten, brach ein Feuer in einem Lagerhaus aus, in dem Chemikalien zur Desinfizierung von Schwimmbädern aufbewahrt wurden. Mehrere Explosionen waren zu hören. Durch die chemische Reaktion wurden giftige Dämpfe freigesetzt.

Explosion und Giftgaswolke. Im Vordergrund Container.

Bildlegende: Das Feuer und die Explosionen waren in Guaruja von weitem zu sehen. Reuters

Feuer unter Kontrolle

Eine grosse Giftwolke erreichte drei weitere Städte an der Küste. Mehrere Familien mussten das Gebiet sicherheitshalber verlassen. Anwohner wurden in örtlichen Gesundheitszentren wegen Hautreizungen, Brechreiz und anderer Beschwerden behandelt.

Der Feuerwehr gelang es, das Feuer grösstenteils unter Kontrolle zu bringen, wie das Bürgermeisteramt von Guaruja mitteilte. Guaruja in der Nähe der Metropole São Paulo ist der grösste Hafen des südamerikanischen Landes.