Feindselige Kreaturen lauern auf der ISS

Die Nasa schlägt Alarm: Die Astronauten der Internationalen Raumstation ISS sind nicht allein. An Bord haben sich blinde Passagiere eingenistet – und sie bedrohen die Besatzung.

Eine Aufnahme der ISS, unter ihr die Erde bei Nacht, am Horizont geht die Sonne auf

Bildlegende: Die Besatzung der ISS dürfte die Meldung mit wissenschaftlicher Gelassenheit aufgenommen haben. Keystone

Es ist eine Schreckensvision. Fernab unseres Heimatplaneten geistern wir durch die klaustrophobische Leere unserer Raumstation. Und entdecken, dass wir nicht alleine sind. Eine fremdartige Lebensform hat sich eingenistet, und sie führt Böses im Schilde.

Meisterhaft bediente sich das Science-Fiction-Epos «Alien» dieser Ängste. Jetzt scheinen sie sich für die Besatzung der ISS bewahrheitet zu haben. Denn an Bord der Raumstation wurden Lebensformen gefunden, die das Blut in den Adern gefrieren lassen: «Ihre Natur ist es, Krankheiten auszulösen», teilt das US-Wirtschaftsjournal «Microbiome» schauderhaft trocken mit.

Kommando zurück – zumindest teilweise

Bei näherer Betrachtung entpuppt sich die Meldung jedoch als harmloser als gedacht. Tatsächlich handelt es sich bei den blinden Passagieren um Bakterien – von der Erde. Kein Stoff also für potentielle Erben des verstorbenen «Alien»-Schöpfers H.R. Giger. Die Mikroorganismen taugen kaum für die grosse Leinwand.

Ein Bild des von H.R. Giger entworfenen "Alien"-Monsters

Bildlegende: Vorlage für neuen Weltraum-Horror? Wohl nur mit sehr viel Vorstellungsvermögen. Keystone

Doch die Geschichte nimmt eine gruselige Wendung. Auf der Erde seien die Erreger harmlos, teilen die Wissenschafter der US-Weltraumbehörde Nasa mit. Aber auf ihrer Reise in die Erdumlaufbahn «mutieren» sie: Unter den extremen Bedingungen im Weltraum können sie gefährlich für die Astronauten werden – etwa bei einer zweijährigen Reise zum Mars. Und: Die Behörde lotet nun Möglichkeiten aus, die Bakterien zu beseitigen. Der Horror lebt.