Flammenmeer nach Zugsentgleisung in Belgien

In der Nähe der belgischen Stadt Gent ist ein Zug mit giftigen Chemikalien entgleist. Der Transport fing Feuer – dabei gab es mehrere Explosionen. Eine Person kam ums Leben, 17 weitere wurden verletzt. Die Bewohner mussten ihre Anwesen verlassen.

Video «Amateurvideo der Zugsentgleisung bei Gent. (unkommentiert)» abspielen

Amateurvideo der Zugsentgleisung bei Gent. (unkommentiert)

0:29 min, vom 4.5.2013

Bei der Explosion von drei Kesselwagen mit giftigen Chemikalien kam nahe der belgischen Stadt Gent eine Person ums Leben. 17 Personen wurden verletzt. Es handelt sich dabei um Anwohner. Dies teilte der Gouverneur der Provinz Ost-Flandern, Jan Briers, mit.

Sechs Kesselwagen eines insgesamt 13 Tank-Waggons zählenden Güterzuges waren aus unbekannten Gründen im Ort Wetteren entgleist und umgestürzt. Das Unglück ereignete sich nach Angaben der Bahngesellschaft Infrabel gegen 2 Uhr nachts zwischen den Orten Schellebelle und Wetteren. Der Zug kam aus den Niederlanden und war auf dem Weg in den Hafen von Gent.

300 Personen evakuiert

Durch den Aufprall wurden eine Explosion und ein Brand ausgelöst, der sich über mehrere hundert Meter ausbreitete. Rund 300 Anwohner wurden in Sicherheit gebracht.

Um eine Ausbreitung der giftigen Substanzen zu verhindern, entschied die Feuerwehr, die brennenden Waggons kontrolliert ausbrennen zu lassen. Die Unglücksursache ist unklar. Die Waggons entgleisten bei einem Schienenwechsel an einer Weiche kurz nach einer Baustelle. Möglicherweise war der Zug mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Rund 250 Menschen müssen die Nacht in einem Gemeindehaus oder anderswo verbringen.