Zum Inhalt springen

Panorama Fusel statt Brunello: 30'000 Flaschen Wein beschlagnahmt

Die italienische Polizei hat bei Razzien tausende Flaschen von gefälschtem Brunello di Montalcino, Chianti und anderen Qualitätsweinen entdeckt. Der Wein hätte als teurer Qualitätswein verkauft werden sollen – für das Zehnfache des eigentlichen Werts.

Wein-Flaschen
Legende: Konsumenten hatten bemerkt, dass ihr Brunello eher wie ein schlechter Tafelwein schmeckt. Keystone

Die italienische Polizei hat Zehntausende Flaschen mit gefälschtem Qualitätswein beschlagnahmt. Die Beamten entdeckten bei Razzien 30'000 Flaschen billigen Wein, der für die Spitzenweine Chianti und Brunello di Montalcino ausgegeben wurde.

Dieser hätte zu zehnfach überhöhtem Preis auf dem italienischen und internationalen Markt verkauft werden sollen. Bei der Aktion gegen Produktpiraterie fanden die Ermittler darüber hinaus gefälschte Etiketten. Der Schaden für die italienische Weinproduktion wurde auf mehreren hunderttausend Euro beziffert. Die Beamten durchsuchten bei der Aktion Weinkeller, Abfüllanlagen und Geschäfte in den Regionen Toskana, Umbrien, Ligurien und Latium.

Durch Produktpiraterie in der Lebensmittelbranche werden nach Angaben des Verbandes der italienischen Nahrungsmittelindustrie Federalimentare jährlich 2,6 Milliarden Euro umgesetzt. Wein und Spirituosen zählen zu den am häufigsten gefälschten Produkten.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Meng Ernesto, 8004 Zürich
    Als Sommelier und Weinhändler tut einem das sehr Leid. Auch der Skandal vom Walliser Weingut Domique Giroud, er wechselt nachdem er bereits früher erwischt wurde den Namen, ist untollerrierbar. Wer solch eine kriminelle Energie in sich trägt.sollte den Beruf als Winzer nicht mehr ausüben dürfen. Leider decken viele Politiker die als VR oft in diesen Firmen sitzen, die schwarzen Schafe bis zum bitteren Ende. Wir haben sehr guten Wein in der CH, Brunello in allen Ehren trinken sowieso nur wenige.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von W.Ineichen, Luzern
    Solche Weine sind zum Weinen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Bruno Hochuli, Reinach BL
    Es gibt Gauner, welche immer Gauner bleiben und mit allen Mitteln versuchen Reich zu werden. Leider auf der ganzen Welt so. Wenn sie erwischt werden, bekommen sie eine kleine Busse und dürfen nachher frisch fröhlich weiter wursteln. Die Justiz lässt es leider zu.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen