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Panorama Galileo-Satelliten in falscher Umlaufbahn

Panne beim Start von zwei neuen Galileo-Satelliten: Die Hightech-Geräte kreisen nicht im richtigen Orbit um die Erde.

Legende: Video Galileo-Satelliten auf falscher Umlaufbahn abspielen. Laufzeit 1:03 Minuten.
Aus Tagesschau vom 23.08.2014.

Die beiden Satelliten für das globale europäische Navigationssystem Galileo sind von ihrer Trägerrakete nicht in der richtigen Erdumlaufbahn ausgesetzt worden.

Untersuchungen laufen

Beobachtungen hätten gezeigt, dass es eine Abweichung zwischen dem
Zielorbit und der erreichten Bahn gebe, teilte die Raketenbetreibergesellschaft Arianespace mit. Ob die Satelliten genügend Treibstoff an Bord haben, um aus
eigener Kraft ihre richtige Umlaufbahn zu erreichen, ist noch unklar. Es liefen weitere Untersuchungen, hiess es.

Die beiden Satelliten waren am Freitagnachmittag an Bord einer russischer Sojus-Rakete ins All gestartet. Zunächst hatte es von allen beteiligten Seiten geheissen, der Flug sei nach Plan verlaufen.

Die beiden Satelliten sind eigentlich als Nummer 5 und 6 in der Galileo-Konstellation geplant, die Europa bis 2020 unabhängig von fremder Technik machen soll. Aktuell verfügen nur die USA sowie Russland über satellitengestützte Navigationssysteme.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Shit happens. Wer sich etwas mit Weltraumfahrt, allem voran Raketentechnik auseinandersetzte weiss, wieviel schief laufen kann. Erfreulich aber, dass sich wenigstens die internationale Forschung nicht so leicht vom politischen Kindergartenspiel mit Sanktionen hinreissen lässt und höhere Prioritäten setzt. Galileo zudem eine der ganz wenigen Ausnahmen, sich wenigstens navigatorisch nicht nur "blind" und manipulierbar auf die USA und GPS zu verlassen. Wo ein Wille ein Weg.
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  • Kommentar von M.Müller, Zürich
    Der Kurs könnte mit GPS korrigiert werden ;-).
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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Man kann Verschwoerungstheorieren aufstellen wie man will, schlussendlich haben wir hier Fakten. Wenn die Sojus Rakete tatsaechlich Schuld ist, nunja, sei dahin gestellt und das kann man Problemlos nachvollziehen. Doch die Frage ist, ob die Satelitten entsprechend korrekt Programiert wurden und auch eine Reserve eingeplant ist, fuer exakt solche Faelle? Ich kenne mich aus mit Genauikeit aus dem EU Raum und kosten sparen. Nun es wuerde hoechst Peinlich und sehr teuer Sein, wenn es M-Versagen ist.
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