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Panorama Gebets-Apps: Elektronische Helfer für Christen 2.0

Sie wollen Zwiegespräch mit Gott halten, sind aber nicht mehr gänzlich textsicher? Kein Problem, denn mittlerweile gibt es auch dafür diverse Apps. Doch sind die ihr Geld wirklich wert und was sagt eigentlich die Kirche zu «Gott goes mobile»?

Legende: Video «Mobiles Beten» abspielen. Laufzeit 2:30 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.03.2013.

In den Schweizer Kirchen wird zwar noch gebetet, doch im Alltag hat sich die Tradition immer mehr verloren. Viele Leute seien deshalb nicht mehr so textsicher, weiss Anne-Caroline Hopmann, Pfarrerin von Rüschlikon.

Dabei gebe es spezielle Momente, in denen das Gebet noch einen Wert hat. Also  «gerade in Abschiedssituationen, am Sterbebett zum Beispiel, wenn viele Worte gar nicht mehr gemacht werden können, das Vaterunser aber noch gesprochen werden kann», so die Pfarrerin.

Für alle, die in solchen Augenblicken keine Bibel zur Hand haben, gibt es sogenannte Gebet-Apps. Seit gut einem Jahr sind die elektronischen Gebetshilfen auf dem Markt. Von «Beten Mobile» über «Vater unser» bis zu «Gebete für Frauen»: Hier findet der Betwillige für jede Lebens- und Stimmungslage den richtigen Text.

«Das entspricht unserer Lebenswelt»

Die Kirche – sonst eher selten zu Innovationen neigend – zeigt sich vom neuen Trend angetan. «Die Mobile Welt führt dazu, dass wir viel mehr unterwegs sind, weniger Orte finden, an denen wir beten können», sagt Charles Martig vom Katholischen Mediendienst. Von daher würde er durchaus einen Sinn darin sehen, dass das Gebet auch auf dem eigenen Smartphone verfügbar sei.

Auch Pfarrerin Hopmann ist nach anfänglicher Skepsis angetan von den Segnungen des mobilen Zeitalters. «Es entspricht einfach unserer Lebenswelt.» Doch beim Preis hört das Verständnis der Gottesfrau auf. Denn kosten dürfe das Ganze nichts.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Wo niemand hinhört, da helfen auch keine Apps! Liebe "Gläubige". Das einzige das ihr für eure Seele tun könnt, ist selbstloses helfen und unterstützen anderer. Was da heute abgeht, würde einen Jesus erzürnen lassen! Der wollte sicher keine unterwürfigen Kopfnicker. Das wollten nur seine römischen Mitläufer. Und sie haben es geschafft. Ich sehe zwischen den Hauptglaubensrichtungen und Sekten keine Unterschied. Alle wollen Geld, Macht und aussteigen ist extrem schwer. DAS ist keine Frei...
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  • Kommentar von David Rothen, Bern
    Beten kommt aus dem Herzen und ist lernbar. Weshalb also auf Texte zurückgreifen, welche nicht die eigenen sind? Wer keine Worte findet kann versuchen auf sein Inneres zu hören oder braucht vielleicht auch einfach keine Worte. Aber ganz sicher brauchen wir keine Gebets-Apps...
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    1. Antwort von Alex Bauert, Bern
      Das eine schliesst das andere nicht aus. Das scheinen Sie noch nicht verstanden haben. Man sollte vielleicht generell «spirituelle», besinnliche Texte, d.h. Gedichte und anderes mehr, auf apps anbieten. Für zwischendurch: Kein Fastfood, sondern kleine Häppchen für das persönliche Slowdown. Schönen Tag noch! NB: Es darf auch humorvoll sein! Es klapperten die Klapperschlangen bis die Klappern schlapper klangen.
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