Geiseldrama in Alabama beendet

Die US-Polizei hat einen Fünfjährigen nach fast einwöchiger Geiselhaft aus einem Bunker befreit. Dabei wurde der Täter getötet. Dem Jungen geht es den Umständen entsprechend gut.

Bewaffnete Einsatzkräfte.

Bildlegende: Einsatzkräfte beendeten die Geiselnahme nach sechs Tagen. Reuters

Der Junge sei wohlauf, der 65jährige Kidnapper tot, berichtete das FBI. Spezialeinheiten hätten den Bunker gestürmt, nachdem die Verhandlungen mit dem Kidnapper ins Stocken geraten waren. Der Täter habe eine Waffe in der Hand gehalten, das Kind sei in «unmittelbarer Gefahr» gewesen. Wie der Kidnapper ums Leben kam, wurde nicht bekanntgegeben.

TV-Sender hatten zuvor Bilder von schwer bewaffneten Polizisten auf dem Gelände um den Bunker in Midland City gezeigt. Zudem kreisten Helikopter über dem Ort. Nachbarn berichteten laut CNN von Explosionen.

Autistisches Kind entführt

Der Täter soll am vergangenen Dienstag einen Schulbus überfallen, den Fahrer erschossen und den Jungen in seine Gewalt gebracht haben. Seitdem hatte die Polizei versucht, ihn zur Aufgabe zu überreden. Der Junge, der an Autismus leiden soll, war fast eine Woche lang durch ein Belüftungsrohr im Bunker mit Medikamenten, Spielzeug und Lebensmitteln versorgt worden.

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So verhandelte die Polizei mit dem Geiselnehmer (unkommentiert)

0:26 min, vom 5.2.2013

Der Junge sei zur Untersuchung in ein Spital gebracht worden, es gehe ihm aber den Umständen entsprechend gut, hiess es weiter.