Zum Inhalt springen

Strahlen als Gesundheitsrisiko Gericht erkennt Tumor durch Handy als Berufskrankheit an

Mann telefoniert mit Handy
Legende: Seit Jahren wird über mögliche Gesundheitsgefahren durch Handys debattiert. Ein Gericht fällte jetzt ein Urteil. Keystone
  • Ein Gericht in Italien hat einen Gehirntumor als Folge häufigen beruflichen Handy-Telefonierens eines inzwischen 57-jährigen Klägers anerkannt.
  • Der Richterspruch vom 11. April wurde von den Justizbehörden in Ivrea erst am Donnerstag publiziert. Der Geschädigte, Roberto Romeo, soll wegen des dauerhaften Hörschadens von der Unfallversicherung monatlich 500 Euro bekommen.
  • «Weltweit hat erstmals ein Gericht die unsachgemässe Verwendung eines Handys als Ursache für einen Gehirntumor anerkannt», erklärten die Anwälte zu dem Fall.
  • Romeo sagte, er wolle das Telefonieren mit mobilen Telefonen nicht verteufeln, die Nutzer sollten sich aber über die Risiken mehr Gedanken machen.
  • Nach eigenen Angaben telefonierte er 15 Jahre lang täglich drei bis vier Stunden mit seinem Handy. Schliesslich hatte Romeo den Eindruck, sein rechtes Ohr sei verstopft. Im Jahr 2010 wurde ein gutartiger Tumor festgestellt. Bei der Operation sei der Hörnerv entfernt worden.
  • Ein Fachmann veranschlagte die Minderung der Erwerbstätigkeit auf 23 Prozent.

9 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von W Streuli (Wernu)
    bekanntlich schwimmen ja nur "tote Fische mit dem Strom", oder anders ausgedrückt wurde ja niemand dazu genötigt, sich ein smartphone zuzulegen.Im weiteren schliesse ich mich der Vorschreiberin H.Rub vollkommen an, denn die krankhafte Nutzung dieser mobiler Geräte im Alltag gibt jenen, die bestens ohne damit auskommen, echt zu denken.gemäss einer Umfrage sollen sich diese Flatrate Smartphone Plapperer im Leben sehr einsam fühlen, weil ohne können sie ja nicht mehr unterwegs sein
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Henriette Rub (ehb)
    Täglich 3 bis 4 Stunden mit dem Handy telefonieren? Das ist eher eine persönliche Entscheidung. Noch existiert ja ein Festnetz. Und überhaupt, das andauernde Telefongeplapper ist sowieso eine krankhafte Erscheinung der heutigen Zeit. Ort: auf der Strasse, in ÖV, im Restaurant oder wo immer, belästigt man seine Mitmenschen damit.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Tom Duran (Tom Duran)
      Festnetz? Womöglich noch mit DECT Kabellos? Die strahlen dann aber deutlich stärker.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von M. Keller (MK)
      geht auch mit 'Knopf' im Ohr. Dann ist das Handi min. 50 cm weit weg.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    Kann die elektromagnetische Strahlung von Handys zu Tumoren führen? Eine komplexe Frage, die nur durch konstruktive Zusammenarbeit verschiedener Naturwissenschaften (Physik, Biologie, Medizin) und allenfalls mit Hilfe von (richtig interpretierter!) mathematischer Statistik geklärt werden kann. Aber nein, sie wird statt dessen anhand eines einzelnen Falles im Hickhack von Anwälten und Gegenanwälten juristisch "entschieden". Brave New World!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Franz NANNI (Aetti)
      Mir aus der Seele geschrieben....!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Tom Duran (Tom Duran)
      Mag ja sein. Allerdings forscht man nun schon seit Jahrzehnten ohne Resultate. Da sind "Feldversuche" wie wir sie ja täglich durchführen meist aussagekräftiger.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Aurel Specker (Auspec)
      @Duran: Forschungen zu Nebenwirkungen ohne Resultate heisst nichts anderes als keine Nebenwirkungen auf die man getestet hat. Das ist bei Handystrahlen so, das ist bei Genveränderten Pflanzen so etc. Klar kann es Nebenwirkungen geben auf die man nicht testet, aber das sind sicherlich nicht solche die man bei Studien nicht findet aber sucht. (Tumor von Handystrahlen ist ein schlechter Witz)
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von M. Keller (MK)
      @Blatter - bin genau Ihrer Meinung. Möchte hier noch anfügen, es ist ein Einzelfall. Warum haben die anderen x Mia Handybenutzer (noch) keinen Tumor bekommen. Ist doch sehr komisch. Und warum können div. "Forscher" dieses Gerichtsurteil trotz mehrjähriger Untersuchungen und Forschungen in diesem Bereich dieses Gerichtsurteil nicht abschliessend unterstützen? Ist für mich nicht nachvollziehbar. Vielleicht war der Richter ja ein Onkel?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen