Gerölllawine bei Sedrun sorgt für Wasserknappheit

Oberhalb von Sedrun im Bündner Oberland hat am Montag ein massiver Felssturz Wasserfassungen der örtlichen Wasser- und Stromversorgung verschüttet.

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Gerölllawine stoppt erst kurz vor Sedrun

0:22 min, vom 15.3.2016

Bei Sedrun (GR) hat am Montagabend ein massiver Felssturz ein Trinkwasserreservoir und Teile eines Kleinkraftwerkes verschüttet. Gegen 200'000 Kubikmeter Fels und Geröll, vergleichbar mit dem Volumen von 200 Einfamilienhäusern, sind ins unbewohnte Val Strem gestürzt.

Die Gerölllawine hat erst einen Kilometer vor dem Wintersportdorf Sedrun Halt gemacht. Sofort haben die Behörden einen Krisenstab einberufen.

Evakuierungen wurden vorgenommen

«Wir haben festgestellt, im Strembach gibt es kein Wasser mehr. Wir haben nicht gewusst, ob es sich aufstaut und was passiert. Darum haben wir auch zwei Häuser evakuieren müssen», erklärt der Beat Roeschlin, Gemeindepräsident Tujetsch, bei «Schweiz aktuell».

Seit dem Felssturz muss Sedrun Wasser sparen, weil das Geröll das Trinkwasser-Reservoir unter sich begraben hat. Das Val Strem ist ein beliebtes Skitourengebiet. Zunächst bleibt das Tal gesperrt während der Fels rund um die Uhr überwacht wird. Eine Entwarnung gibt es noch nicht.