Zum Inhalt springen

Panorama Gestrandete Delfine: Vorboten für Tsunami in Japan?

150 Breitschnabeldelfine am Strand der Stadt Hokata haben die Japaner in Angst versetzt. Die Massenstrandung erinnert an einen ähnlichen Vorfall im März 2011 – was danach folgte, wirkt bis heute nach.

Legende: Video Delfine in Japan gestrandet abspielen. Laufzeit 0:30 Minuten.
Vom 10.04.2015.

Breitschnabeldelfine leben normalerweise im tiefen Ozean. Wieso über 150 von ihnen am Strand von Hokata verendeten, ist völlig unklar. Auch eine Obduktion der Kadaver hat kein Licht ins Dunkel gebracht.

In Japan wird nun eine furchterregende Theorie im Internet diskutiert: Der Vorfall erinnern an eine ähnliche Massenstrandung im März 2011 – sechs Tage später folgte ein verheerendes Erdbeben und ein zerstörerischer Tsunami.

«Kommt das nächste? Seid bereit für ein Erdbeben», hiess es in einem Eintrag auf Twitter. Ein anderer Nutzer warnte vor einem «grossen» Erdbeben am Sonntag. Ein wissenschaftlicher Beweis für einen solchen Zusammenhang steht allerdings aus.

Es war nicht das erste Mal, das vor einem starken Erdbeben eine Massenstrandung von Meeressäugern beobachtet wurde. So waren im Februar 2011 an einem Strand in Neuseeland mehr als hundert Grindwale gestrandet – zwei Tage später kam es zu einem schweren Erdbeben, das die Stadt Christchurch zerstörte.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ulla Gasser, 3095 Spiegel
    Der Orientierungssinn könnte gestört worden sein. Zu den erwähnten Möglichkeiten könnte man noch das irdische Magnetfeld zählen. Es dient den Tieren als Orientierungsnetz. Und dieses Magnetfeld ist gemäss Ansichten von Forschern zum Teil bereits stark gestört. In einigen Gegenden sei es bereits schwächer geworden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Strandungen von Walen/Delfinen sind keineswegs alleinige Erscheinung unserer Industrialisierung. Es gibt dazu historische Aufzeichnungen lange vor dröhnenden Schiffsmotoren, Sonaren, Unterwasserbomben, Gewässerverschmutzung etc. Eine Häufung der Vorfälle dürfte aber einher gehen. Als ursächliche Erklärung (Tsunami?) taugen sie jedoch wenig. Das „Ersticken“ von lungenatmender Meereswesen beruht physiologisch auf Überhitzung an Land. Es fehlt die Wasserkühlung und resultiert der Schockzustand.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Weber Jean-Claude, Zinal
    Die Tiere haben noch ein natürliches Vorwarnsystem, welches sie vor Naturkatastrophen warnt. Ist sehr gut zu beobachten bei den Haustieren. Dieses ist uns leider als Folge der Evolution abhanden gekommen. Dass Meeressäugetiere stranden und sterben kann sehr gut von einer Störung ihres internen Radarsystems her stammen. Diese Störungen können von den Gasen baldiger Vulkanausbrüche oder auch chemische Substanzen herrühren.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen