Zum Inhalt springen

Header

Video
Hunderte Grindwale gestrandet
Aus SRF News vom 24.09.2020.
abspielen
Inhalt

Gestrandete Wale Australien: Hunderte tote Grindwale an der Küste gestrandet

  • Über 450 Grindwale sind vor der Küste Tasmaniens gestrandet.
  • Bisher konnten 88 Wale zurück in tiefes Wasser gebracht werden. «Wir werden weiter daran arbeiten, so viele Tiere wie möglich zu befreien», sagt ein Behördenvertreter.

Nach der Massenstrandung vom Montag kämpfen Helfer um das Überleben der letzten verbleibenden Tiere. Die Lage vor Ort gestalte sich schwierig, sagt der Behördenvertreter. «Viele der Wale befinden sich unter der Wasseroberfläche, und deshalb haben wir uns nach Kräften bemüht, Zählungen durchzuführen, während wir prüfen, welche Tiere leben und welche tot sind.» Bei den Zahlen handle es sich um Schätzungen, die sich ändern könnten. Die letzten Rettungsversuche sollen innerhalb der nächsten 24 Stunden abgeschlossen werden. Danach seien die Wale kaum noch lebensfähig.

Am Montag strandeten weit über 200 Grindwale in der abgelegenen Macquarie-Bucht. Zwei Tage später wurde nur wenige Kilometer entfernt eine zweite Gruppe von nochmals rund 200 gestrandeten Tieren gefunden. Ein Biologe vor Ort spricht von der grössten Strandung, die es bisher vor Tasmanien gab. Man könne hören, wie die noch lebenden Tiere einander in ihrer Not rufen.

Grindwale: soziale Tiere, die in Gruppen unterwegs sind

Textbox aufklappenTextbox zuklappen
Grindwale im Meer
Legende:Imago Images

Langflossen-Grindwale sind sehr soziale Tiere. Sie verständigen sich über ein umfangreiches Tonrepertoire von Pfiffen und leben in Gruppen - Schulen genannt – mit durchschnittlich 20 Tieren. Bei Nahrungsreichtum sind saisonal Zusammenschlüsse von Hunderten Tieren unterwegs.

Dabei folgen die Gruppen einzelnen Leittieren. Diesen schwimmen sie selbst in zu flaches Wasser nach, wo sie sich nicht mehr orientieren können. Bei solchen Strandungen stirbt meist ein Grossteil der Tiere. Während Rettungsaktionen schwimmen Tiere, welche in tiefes Wasser gebracht wurden, häufig wieder zu ihren noch gestrandeten Gefährten zurück.

Langflossen-Grindwale, auch Pilotwale genannt, werden bis zu etwa sechs Meter lang und können drei Tonnen wiegen. Die Art wurde lange Zeit stark bejagt. Inzwischen hat sich die Zahl der Tiere wieder etwas erholt. Auf der Südhalbkugel kommen sie in allen Ozeanen vor, auf der Nordhalbkugel im Atlantik. Auch in der Nord- und Ostsee wurden schon vereinzelt Exemplare entdeckt.

In Tasmanien stranden Wale recht häufig. Meist sind aber weit weniger Tiere betroffen. Zuletzt war in der Gegend eine kleinere Gruppe von Pottwalen an die Küste geraten.

SRF 4 News, 23.09.2020, 09:00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von André Piquerez  (Nemesis1988)
    Ich glaube nicht dass es so ist wie im Artikel erklärt. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass Hunderte Wale einfach so stranden nur weil sie einem Leittier nachschwimmen. Das hat doch bestimmt andere Gründe. Ich mag mich noch erinnern an einen Artikel als es um Sonar ging und wie dort spekuliert wurde, dass es Unterwasser durch Sonar und so viel zu laut für die sensiblen Wale ist und dass dies auch ein Grund für das Stranden sein kann oder dass Sonar deren Ortungssinn verletzt oder sowas
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Eva Wädensweiler  (E. W.)
      Doch, das ist "Herdentieren" durchaus möglich.
      Hat es auch schon oft bei Säugetieren, welche Herdentiere sind gegeben.
      Aber betreffend Sonar (Echolote) aller dieser Schiffe, welche durch die Meere pflügen, sehe ich diese Strandung auch dieser geschuldet.
      Durch die Echolote verlieren sie die Orientierung & gelangen sie in seichte Gewässer, ist es um sie geschehen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Pia Müller  (PiMu)
    Wer bezahlt !! Oh je - die einzige Frage !!
    Wie weiter mit dem Sterben unserer Natur, Tiere - ich denke, das ist die Frage.
    "Bis das Meer zum Himmel stinkt", dieses Buch ist vor ca. 40 Jahren erschienen - und nichts wurde gemacht......
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Gerhard Zaugg  (gzaugg)
    Wer bezahlt die Kosten der Polizeiaktion?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen