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Die spezielle Wetterlage hält an
Aus SRF 4 News aktuell vom 24.06.2021.
abspielen. Laufzeit 03:42 Minuten.
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Gewitter, Gewitter, Gewitter Ist dieses Wetter noch normal?

Es stürmt seit Tagen in der Schweiz und auch am Donnerstag zieht aus Südwesten gewitteranfällige Luft ins Land. Klar, es ist ja auch Sommer. Aber, ist die aktuelle Wettersituation noch normal? SRF-Meteorologe Jürg Ackermann gibt Antworten.

Jürg Ackermann

Jürg Ackermann

Meteorologe SRF

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Jürg Ackermann arbeitet seit Frühling 2019 bei SRF Meteo. Zuvor schloss er an der Universität Innsbruck das Masterstudium in Atmosphärenwissenschaften ab. Zu seinen Tätigkeitsbereichen gehören das Erstellen von Prognosen und die Moderation von Wettergesprächen auf den Radios.

SRF News: Die Unwetter häufen sich in diesen Tagen. Warum gibt es derzeit so viele Gewitter?

Jürg Ackermann: Wir liegen seit dem letzten Wochenende am Ostrand einer Tiefdruckrinne, welche aus Südwesten immer mal wieder feucht-warme und gewitteranfällige Luft zu uns brachte.

Es ist schon aussergewöhnlich – das muss ich sagen.

Ist diese Situation denn normal?

Eine solche Wetterlage kann natürlich immer wieder einmal vorkommen. Dass sie nun aber so lange persistent an einem Ort bleibt, ist schon aussergewöhnlich – das muss ich sagen.

Wo wüteten die Gewitter am Mittwoch und in der Nacht auf Donnerstag besonders schlimm?

Am frühen Abend gab es zuerst über dem Kanton Bern heftige Gewitter, welche dann ins Mittelland zogen. Gleichzeitig bildete sich über dem Jura eine kräftige Gewitterzelle. Diese sind dann in Richtung Zürich und Winterthur gezogen und haben sich zusammengelegt. Es gab dort deshalb sehr viel Niederschlag. Die Gewitterzelle ist dann im Verlauf der ersten Nachthälfte in Richtung Deutschland abgezogen.

Nächste Woche kommen wir wieder in eine ähnliche Wetterlage hinein.

Wie sieht es heute aus?

Auch am Donnerstag besteht eine Unwettergefahr. Besonders am Nachmittag und Abend sind nochmals kräftige Regengüsse und Gewitter möglich, die innert kürzester Zeit viel Regen bringen können. Dementsprechend kann es wieder zu Überflutungen kommen.

Und die nächsten Tage?

Ab morgen ist es erst einmal vorbei mit Gewittern. Am Wochenende baut sich ein schwaches Zwischenhoch auf. Regengüsse und Gewitter beschränken sich auf den Alpenraum und sind nicht mehr unwetterartig. Nächste Woche kommen wir allerdings wieder in eine ähnliche Wetterlage hinein – dann kann es zu ähnlichen Unwettern kommen.

Das Gespräch führte Viviane Bischoff.

SRF 4 News, 24.6.2021, 7:00 Uhr;

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116 Kommentare

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  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Und täglich grüsst das Murmeltier. Wetter findet draussen statt und solche Gewitter mit dazu gehörenden Effekten gab es schon immer. So viel zum Murmeltier, wie aus verschiedenen Kommentaren zu lesen. Aaaber die Aussage "Eine solche Wetterlage kann .... vorkommen. Dass sie nun aber so lange persistent an einem Ort bleibt, ist schon aussergewöhnlich – das muss ich sagen.", ist aufschlussreich. Es gab unlängst einen guten Artikel, in dem das Verharren einer Wetterlage beschrieben wurde. Klima pur.
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Danke, Herr Keller, für diese erschütternden, aber wichtigen und wertvollen Kommentare. Das ist schon ganz andere „Musik“ als bei jenen, die den Klimaschutz ablehnen - wohl aus egoistischen Gründen, Antietatismus oder anderen Ausfluchtsgründen. Dazu hat die Mehrheit der Stimmbürger jämmerlich versagt, das minimale CO2-Gesetz zu versenken. Besser das Wenige schon als nichts. Ich hoffe auf ein Erwachen, national und international.
    1. Antwort von Maria Müller  (Mmueller)
      Ihr Zitat "Dazu hat die Mehrheit der Stimmbürger JÄMMERLICH VERSAGT ... "

      Ein bisschen eine extreme Formulierung, finden Sie nicht?

      Gerade Ihre Seite lehnt doch Polemiken ab.
      Oder jetzt etwa doch wieder nicht?
    2. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Maria Müller: Es ist keine Polemik, sondern eine Feststellung. Es IST jämmerlich, eine Notwendigkeit zugunsten Nachkommender abzulehnen. Wer ernst machen will mit der Sorge um Nachkommende, bringt es gar nicht übers Herz, zumindest einen gesellschaftlichen Anfang von mehr Sorge zum Klima zu verwerfen. Das IST eine gesellschaftliche Fehlleistung.
    3. Antwort von Patrick Meier  (Pat69)
      @uvk: Moralisieren bringt hier nichts. Der Umgang mit dem Klimawandel ist eine typische Gefangenendilemma-Situation. Deshalb dürfte nichts werden mit der Rettung des Klimas. Allerdings war auch das CO2-Gesetz nur ein Feigenblatt, wenn man es ernst meinen würde müsste man in ganz anderen Dimensionen denken, z.B. wie viele Täler müssen wir umsiedeln und fluten für neue Pumpspeicherkraftwerke zur Pufferung des für die Elektrifizierung von Verkehr und Gebäuden erforderlichen Flatterstroms.
  • Kommentar von Yannik Geissmann  (EineChancee)
    Es soll so weiter gehen will nicht wieder nen trockenen 1.August wie jedes jahr will mal endlich richtig Feuerwerk zünden können aber vermutlich ist wie immer der Juli ohne Regen
    1. Antwort von Alois Keller  (eyko)
      Richtig Feuerwerk zünden und weiter die Umwelt verschmutzen mit Feinstaub. Unglaublich dieser Egoismus. Die Umwelt scheint Ihnen nicht viel zu bedeuten. Wir müssen endlich handeln - alles tun um Unweltschäden zu vermeiden - auch für unsere Gesundheit.