Gewitter ziehen über die Schweiz: Schäden in Bern

Eine Gewitterfront zog am Mittwochabend über Teile der Schweiz. Vor allem in der Region von Bern sorgten heftige Niederschläge für zahlreiche Schäden.

Dunkle Wolken und heftige Gewitter haben sich am Mittwochabend über der Schweiz entladen. In Bern sorgten kurze, aber heftige Niederschläge für zahlreiche Schäden. Verletzt wurde niemand.

Die Berner Feuerwehr wurde ab 19.50 Uhr zu mehreren Wassereinbrüchen und anderen Schäden im ganzen Stadtgebiet gerufen. Auch umgestürzte Bäume und herabfallende Äste mussten entfernt werden, wie die Berufsfeuerwehr am späten Abend mitteilte. Insgesamt gingen rund 30 Meldungen bei ihr ein.

Auch die Feuerwehr in Basel wurde auf Trab gehalten. Sie rückte wegen Wasserschäden und umgestürzten Bäumen aus. Verletzte gab es aber keine.

Für verschiedene Regionen gaben die Wetterdienste Gewitterwarnungen heraus. Lokal kam es zu Sturzbach-artigen Regenfällen, Hagelschlag, Sturmböen und zahlreichen Blitzen.

Sturmböen verursachen Schäden

Am heftigsten bliesen die Winde in der Zentralschweiz: Auf dem Pilatus wurden 90 Stundenkilometer gemessen, auf dem Titlis deren 83 und in Luzern 74. Auch auf dem Bantiger erreichten die Windgeschwindigkeiten 75 Stundenkilometer.
Schäden wurden in erster Linie durch den abrupten Windwechsel verursacht – von annähernder Windstille zu Sturmstärke in ein paar Sekunden.

Der Wetterumbruch kündigte sich mit beeindruckende Wolkenstrukturen an. Bilder von SRF-Augenzeugen zeigen dunkle, schwarze Wolken. Ineinander laufende Luftschichten werden plötzlich sichtbar.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Heftige Gewitter treffen Schwyz

    Aus Tagesschau vom 26.7.2016

    In der Schweiz haben heftige Gewitter Hochwasser und Erdrutsche verursacht. Vor allem der Kanton Schwyz ist betroffen, wo die Feuerwehr bereits über hundert Mal ausrücken musste. Und die Gefahr hält an, denn weitere Gewitter sind in Aussicht.

  • Im Tessin toben die Gewitter am heftigsten, sagt einer der «Gewitterjäger».

    Gewitter jagen – nach dem Vorbild der US-«Stormchaser»

    Aus Rendez-vous vom 12.7.2016

    Ein wolkenloser blauer Himmel – viele Menschen lieben ihn. Nicht so die Gewitterjäger; sie jagen dem schlechten Wetter hinterher. Wenn es um sie herum blitzt und donnert, sind sie in ihrem Element. Ihr Ziel: spektakuläre Wetterbilder. Die Reportage.

    Christian von Burg