Giftalarm nach Zugunglück: Tausende evakuiert

Ein Bahnunglück hat eine ganze Region im US-Bundesstaat Tennessee in helle Aufregung versetzt. Tausende mussten evakuiert werden, nachdem ein Güterzug mit gefährlichen Stoffen entgleist war und in Brand geriet. Quellen und Brunnen am Unglücksort dürfen voerst nicht benutzt werden.

Rauchsäule über der Unglücksstelle.

Bildlegende: Im Umkreis von drei Kilometern wurden die Bewohner zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert. Keystone

Nach der Entgleisung eines mit giftigen Chemikalien beladenen Güterzugs haben im US-Bundesstaat Tennessee mehr als 5000 Menschen ihre Häuser verlassen müssen.

Menschen an einer Ambulanz

Bildlegende: Tausende Menschen wurden nach dem Unglück vorsorglich evakuiert und in ein Notlager gebracht. Keystone

Notlager eingerichtet

Der Zug war am Mittwoch kurz vor Mitternacht bei Maryville entgleist und in Brand geraten. Der Güterzug habe unter anderem Acrylnitril, eine hochentzündliche und giftige Substanz, geladen, die Atemwegsbeschwerden verursachen kann, sagte der Feuerwehrmann Kermit Easterling.

Die Feuerwehr ging im Umkreis von rund drei Kilometern von Tür zu Tür, um die Umgebung vollständig zu evakuieren. Für die Betroffenen richtete das Rote Kreuz ein Notlager ein. Medienberichten zufolge wurden nach dem Unfall 25 Menschen ins Spital gebracht, die vermutlich in Kontakt mit der giftigen Chemikalie gekommen seien. Vermutlich habe aber keiner von ihnen schwere Beschwerden.

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Evakuierungen nach US-Zugunglück

0:20 min, vom 3.7.2015

Nicht aus Quellen trinken

Der Betreiber des Güterzugs, die Firma CSX, teilte mit, Anwohner seien von den Behörden aufgerufen worden, vorerst nicht aus Quellen und Brunnen in der Nähe des Unglücksortes zu trinken. Zugleich kündigte CSX Tests von Luft und Trinkwasser an.

Die Ursache für die Entgleisung des Zugs, der aus zwei Lokomotiven sowie 45 beladenen und zwölf leeren Waggons bestand, werde derzeit untersucht.