Grammy-Verleihung: Triumphzug für Taylor Swift

US-Sängerin Taylor Swift hat bei der Verleihung der Grammy-Musikpreise in Los Angeles abgeräumt. Die 26-Jährige gewann drei Auszeichnungen – für das Album des Jahres, das beste Pop-Gesangsalbum und das beste Musikvideo.

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«And the Grammy goes to... Taylor Swift»

1:57 min, vom 16.2.2016

Die Verleihung der Grammys im Staples Center in Los Angeles ist zum Schaulaufen für die amerikanische Sängerin Taylor Swift geworden. Mit ihrem Album «1989» gewann die 26-Jährige die goldenen Grammophone für das beste Album und das beste Pop-Gesangsalbum sowie mit «Bad Blood» den Preis für das beste Musikvideo.


Einige Highlights der diesjährigen Grammy-Show

3:10 min, aus SRF 4 News aktuell vom 16.02.2016

Aufnahme des Jahres wurde «Uptown Funk» von Mark Ronson und Bruno Mars, während Ed Sheeran mit «Thinking Out Loud» den Grammy für den besten Song des Jahres gewann. Zur besten Newcomerin wurde die 22-jährige Popsängerin Meghan Trainor gekürt.

Tribut an verstorbene Musiker

Der Grammy-Abend in Los Angeles war geprägt von Gedenkkonzerten für tote Musiker. So zollte Lady Gaga in einem Kostüm im David-Bowie-Stil ihrem verstorbenen Musikerkollegen Tribut, indem sie ein Medley aus «Space Oddity», «Changes», «Ziggy Stardust», «Let's Dance» und weiteren Bowie-Hits sang.

Die Rock-Band Eagles ehrte ihr verstorbenes Gründungsmitglied Glenn Frey mit dem Hit «Take It Easy». Zuvor hatte Stevie Wonder in Los Angeles Maurice White, verstorbenes Gründungsmitglied der Band «Earth, Wind & Fire», gemeinsam mit der A-capella-Gruppe Pentatonix aus Texas geehrt.

Der für elf Grammys nominierte Rapper Kendrick Lamar sicherte sich mit «To Pimp a Butterfly» den Preis für das beste Rap-Album sowie die Auszeichnung in vier weiteren Sparten. Justin Bieber gewann seinen ersten Grammy – zusammen mit den DJs Skrillex und Diplo für die Single «Where Are U Now» als beste Dance-Aufnahme.

Nicht nur eitel Sonnenschein

Wie schon bei den Prämierungen zuvor gab es auch an der diejährigen Preisverleihung kleinere Sticheleien unter den Musikkünstlern. So konnte sich die grosse Abräumerin des Abends, Taylor Swift, einen Seitenhieb auf Kanye West nicht verkneifen. Kanye West, US-amerikanischer Rapper und Musikproduzent, beleidigt Swift in seinem aktuellen Album und gibt vor, dass er sie berühmt gemacht habe.

«  «Es wird immer Menschen geben, die deine Errungenschaften für sich beanspruchen wollen.» »

Taylor Swift
US-Sängerin und dreifache Grammy-Gewinnerin

Taylor Swift singt in ein Mikrofon, im Hintergrund ein Bühnenbild mit Abbildung von Bäumen.

Bildlegende: Preisträgerin Taylor Swift singt «Out of the Woods» an den Grammy Awards in Los Angeles. Reuters

Dies quittierte Swift in Los Angeles mit folgenden Worten: «Es wird immer Menschen geben, die deinen Erfolg untergraben oder deine Errungenschaften für sich beanspruchen wollen.» Davon dürften sich auch junge Künstler nicht aus der Bahn werfen lassen.

Weiter gab die mehr oder minder freiwillige Abwesenheit zweier Musikerinnen zu reden. Während Rihanna wegen Halsschmerzen kurzfristig nicht zur Verleihung im Staples Center erschien, sagte Rapperin Lauryn Hill ihren als Überraschung geplanten Auftritt kurzerhand ab. Wegen der kurzfristigen Planung habe sie keine Chance gehabt, sich ausreichend vorzubereiten, teilte ein Sprecherin der Künstlerin laut «New York Times» mit.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Es sei ihm bei dem Musikprojekt nicht darum gegangen, Kriminelle zu glorifizieren, sagt der Musikproduzent Ian Brennan. Sondern in einem der ärmsten Länder der Welt mit Menschen zu musizieren, die von der Gesellschaft ausgeschlossen seien. Und jenen eine Stimme zu geben, die zwar etwas zu erzählen haben, deren Stimmen aber nicht mehr gehört werden.

    Ein Grammy für das «Zomba Prison Project» aus Malawi?

    Aus Echo der Zeit vom 15.2.2016

    In der Nacht auf Dienstag werden die wichtigsten Musikpreise der USA vergeben. In der Kategorie Weltmusik ist neben Grössen wie Gilberto Gil oder Angelique Kidjo auch eine Gefängnisband aus dem afrikanischen Malawi, das «Zomba Prison Project».

    Veronika Meier

  • America Music Awards verliehen

    Aus Tagesschau vom 23.11.2015

    Zum 43. Mal wurden die America Music Awards in Los Angeles verliehen. „Künstler des Jahres“ wurde die Band One Direction. Ursprünglich war die Preisverleihung als Alternative zum Grammy-Award gegründet worden.