Grauer, schneereicher Winter – aber nur mässig kalt

Ein harter Winter geht am Donnerstag aus meteorologischer Sicht zu Ende. Der Winter brachte so viel Schnee wie schon lange nicht mehr – auch im Flachland. Gleichzeitig machte sich die Sonne äusserst rar.

Schneeschuhwanderer in verschneiter Landschaft.

Bildlegende: Viel Schnee und trübes Wetter zeichneten diesen Winter aus. Keystone

In weiten Teilen der Alpen liegt für die Jahreszeit überdurchschnittlich viel Schnee. An den Voralpen sind es rund 150 Prozent der üblichen Schneehöhe, in weiten Teilen der zentralen Alpen rund 130 Prozent.

Auch im Flachland gab es immer wieder Schnee. An den Messstationen Zürich und St. Gallen war die gesamte Neuschneehöhe so gross wie seit Mitte der 80er nie mehr. In Zürich waren es mehr als 1 Meter 60, in St. Gallen rund 3 Meter 20.   

Auf der Alpennordseite wurden zum Teil nur rund 60 Prozent des sonst schon spärlichen Sonnenscheins verzeichnet. Generell war es auch auf den Bergen oft grau. Freundlicher sah es südlich der Alpen aus.

Tiefstwerte nicht spektakulär

Das Winterwetter war auch durch sehr kalte Luft in der Höhe geprägt. So war die Durchschnittstemperatur auf dem Säntis seit 1981 nie mehr so tief wie in den vergangenen drei Monaten.

Auch auf dem Jungfraujoch war die Temperatur rund 3 Grad tiefer als im Schnitt der Jahre 1981 bis 2010. Trotz Bibbern im Februar, lag im Flachland die Temperatur im Bereich des langjährigen Mittels.

Die Tiefsttemperatur des Winters wurde erneut in La Brévine gemessen (-31,4 Grad). Vom Schweizerrekord von -41,8 Grad war man deutlich entfernt.