Grauer Start in den Lenz

Der astronomische Frühling begann in der Nacht auf Samstag. Das Wochenende selber fühlte sich aber eher herbstlich an. Oft war es grau, und in der Nacht auf Sonntag schneite es im Osten bis auf 700 Meter herunter. Erst am Sonntagnachmittag gab es in den Bergen wieder mehr Sonnenschein.

Blick von Visp (Spital links im Bild) Richtung Visperterminen und ins Saastal bei aufgelockerter Bewölkung.

Bildlegende: Im Oberwallis, hier der Blick von Visp aus ins Saastal, gab es am Sonntagmittag blauen Himmel und Sonnenschein. SRF Augenzeuge Peter Salzmann

Am Freitagabend um 23.45 Uhr überquerte die Sonne den Äquator nach Norden und damit begann bei uns der astronomische Frühling. Aber pünktlich mit dem Frühlingsanfang ging im Norden eine 14-tägige Schönwetterperiode zu Ende. Damit blieb das Wochenende beidseits der Alpen meist grau.

Sonnenschein im Minutenbereich am Samstag

Am Samstagmorgen schien im Unterengadin für rund eine halbe Stunde die Sonne. Sonst war es praktisch im ganzen Land stark bewölkt. Einzig am Nordrand der Schweiz, im Mattertal und auf dem Monte Generoso, wurde noch Sonnenschein registriert. Trotz vieler Wolken blieb es im Osten und auch im Süden noch lange Zeit trocken. Vorerst war es auch noch relativ mild. Vielerorts lagen die Höchsttemperaturen bei 11 oder 12 Grad.

Eine dünne Schneeschicht auf einer Autofrontscheibe hat sich von oben nach unten aufgerollt.

Bildlegende: Nach dem leichten Schneefall in St. Gallen war am Sonntagnachmittag die Sonne stärker. SRF Augenzeuge Martin Kumli

Kaltfront brachte Schnee

Erst mit der eigentlichen Kaltfront am Samstagabend wurde es auch im Osten und in Graubünden verbreitet nass. Die Schneefallgrenze sank im Laufe der Nacht immer tiefer und lag am Sonntag stellenweise bei 600 Metern.

In St. Gallen waren die Dächer weiss, während in Arosa 10 Zentimeter Neuschnee lagen. In Andermatt waren es 9 und im glarnerischen Elm 4 Zentimeter. Im Westen lag die Schneefallgrenze meist bei 1000 Metern oder höher.

Toller Sonntag in der Ostschweiz

Am Sonntag lockerten sich die Wolken auf den Bergen der Ostschweiz und in Nordbünden rasch auf. Im Churfirstengebiet war es ab Mittag zum Teil fast wolkenlos. Andernorts in den Alpen hielten sich die Wolken deutlich länger.

Ab Mittag gab es auch im Wallis immer längere sonnige Phasen, während an vielen Orten im Mittelland die hochnebelartige Bewölkung liegen blieb. Im Tessin fiel sogar noch am Nachmittag etwas Regen und auch am Genfersee war es bis gegen Mittag nass. Die Temperaturen lagen am frühen Sonntagnachmittag im Flachland bei 5 bis 8 Grad, in Visp wurde es 12,9 Grad warm.

Kommende Woche gibt’s mal Frühling, mal Winter

Am Montag kehrt der Frühling in die Schweiz zurück. Abgesehen von Nebel- und Hochnebelfeldern ist es im Norden ziemlich sonnig, und mit 12 bis 16 Grad wird es auch wieder deutlich milder. Am Dienstag bleibt es dank Föhn in den Alpen noch relativ mild. Am Mittwoch und Donnerstag stösst aus Nordwesten arktische Kaltluft bis nach Nordafrika vor. Obwohl die kälteste Luft voraussichtlich über Frankreich hinweg zieht, ist in der Schweiz Schnee bis in tiefen Lagen möglich.

SRF Meteo 13:00 Uhr