Grünzeug aus dem All – ISS wird zum Selbstversorger

Hausgemacht: Ab sofort steht in der Raumstation selbst gezüchteter Salat auf dem Speiseplan. Doch wofür der Aufwand?

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Bildlegende: Aktuelle Bilder der kosmischen Salaternte gibt es nicht. Stattdessen veröffentlichte die Nasa diese Hydrokultur-Anlage. Keystone

Auf dem Speiseplan der Raumfahrer in der Internationalen Raumstation ISS steht erstmals dort angebautes Gemüse. US-Astronaut Scott Kelly habe den Salat am 8. Juli gesät, nun sei Erntezeit, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.

Bisher war das in dem fliegenden Labor gewachsene Gemüse stets zur Untersuchung zur Erde gebracht worden. Analysen hätten nun ergeben, dass die auf der ISS gezüchteten Pflanzen für den Verzehr geeignet seien, teilte die Nasa mit. Die Experimente sind Teil der Vorbereitung für einen Langzeitflug etwa zum Mars. Auf einer solchen Reise sollen sich Raumfahrer auch selbst versorgen.

Astronauten auf der ISS im Ausseneinsatz

Heute sind zudem zwei Kosmonauten der ISS zu wichtigen Aussenarbeiten ins All ausgestiegen. Die Russen Gennadi Padalka und Michail Kornijenko sollen etwa 400 Kilometer über der Erde unter anderem Antennen installieren und Staubproben von den Solarzellen nehmen.

Auf dem Aussenposten der Menschheit arbeiten derzeit drei Russen, zwei US-Amerikaner und ein Japaner.