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Hashtag geht um die Welt Aus #metoo wird #notme

Sexuelle Belästigung oder sexuelle Gewalt ist derzeit das Thema in den Sozialen Medien. Die Debatte darüber wird seit Tagen unter dem Hashtag #metoo («ich auch») geführt. Nun folgt darauf der Hashtag #notme («ich nicht»).

Die Bedeutung des Hashtags ist interpretierbar. Einige wollen damit sagen, dass sie das «Jammern» von Frauen bezüglich sexueller Belästigung bemühend finden. Andere wiederum bekräftigen damit, dass sie keine solchen Erfahrungen gemacht haben. Weitere wollen damit ihre Stimme erheben und damit sagen, dass sexuelle Belästigung nicht tolerierbar ist.

Darunter finden sich viele Männer. Hier sticht ein Post des US-Musikers Frank Shiner hervor. Er ist erschüttert über die Tausenden Frauen, die in den vergangenen Tagen ihre Erfahrungen mit sexuellem Missbrauch und sexueller Gewalt öffentlich bekundet haben.

«Männer, erhebt Eure Stimme»

Auf Facebook schreibt er, er könne ehrlich sagen, nie eine Frau zum Objekt gemacht zu haben. Der Gedanke daran, seine 18-jährige Tochter könnte solche respektlosen Erfahrungen bereits gemacht haben oder in der Zukunft noch machen, lasse ihn erschaudern.

Deshalb fordert er Männer dazu auf, ihre Stimme zu erheben, den Hashtag #notme zu brauchen. Nicht nur sollen Männer damit öffentlich zeigen, dass sie Frauen niemals bedrängen, sondern auch, dass sie damit auch jeden Mann abweisen, der dies tue.

«Erhebt eure Stimme, Männer #notme»

Der Hashtag #notme wird aber auch kritisiert.

«Männer posten #notme, um bekannt zu geben, dass sie noch nie eine Frau belästigt haben... Wollt Ihr ein Guetzli?»

Diese Twitter-Userin ist allerdings der Meinung, dass jeder Hashtag dem Thema nützt – denn er bricht das Schweigen.

Und es gibt hoffnungsvolle Stimmen: «Ich kann mir für meine Tochter eine Welt vorstellen, die sie anständig behandelt.»

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Alfons Bauer (frustriert)
    Feministinnen wie femInsist auf Twitter wollen nicht wahrhaben, dass auch Männer vergewaltigt werden. Ein Tabu-Thema.
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  • Kommentar von markus kohler (nonickname)
    Die Debatte wurde von Hollywood-Sternchen ausgelöst, die z.T. als Playmates oder in Erotikfilmen tätig waren. Jolie wurde z.B. in GB zum grössten Sexsymbol aller Zeiten gewählt. Es ist sehr bigott, wenn die Ladies sexistische Systeme unterstützen, um Karriere zu machen und dann Jahrzehnte später über Missbrauch klagen. Emanzipation heisst auch eigene Anteile erkennen und nicht alle Missstände nur auf die "bösen Männer" projizieren. Diese Diskussion ist so eine Sackgasse.
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  • Kommentar von Thunder Bird (Thnunder)
    Liebe Männer Eure Chancen, dass Frauen die Bildchen eurer Genitalien oder euer Gegrapsche und Anmache geil finden, ist so wahrscheinlich wie ein Sechser im Lotto. Ihr erreicht nichts damit. Im Gegenteil werdet euch bewusst, dass ihr mit diesem Verhalten zu Gewalttäter werdet. Versucht es doch mal mit Höflichkeit und Charme.
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    1. Antwort von Michel Koller (Mica)
      Wieso sprechen Sie alle Männer an? Sind wir automatisch Täter durch unser Geschlecht? Das mit dem Lottosechser ist hingegen amüsant, denn Millionen spielen weltweit Lotto, auch wenn die Chance klein ist.Man muss nicht auf die kleine Chance auf Erfolg hinweisen, sondern dass sich Menschen dadurch belästigt und angegriffen fühlen.
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    2. Antwort von Thunder Bird (Thnunder)
      Die Betroffenen werden sich schon angesprochen fühlen. Mir fällt aber auch auf, dass es Frauen gibt, die nicht in der nötigen Klarheit und Direktheit Belästigungen jeder Art seitens der Männer, kommunizieren. Ein " Stopp ich will das nicht" würde manches sofort klären. Getraut euch Frauen und werdet deutlich wenn ihr etwas nicht wollt.
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