Heftige Gewitter vor allem im Westen

Am Abend sind Gewitterzellen vor allem über die westlichen Landesteile und die Nordschweiz hinweg gezogen. Am Jurasüdfuss gab es kräftige Böen mit Spitzen von mehr als 100 Kilometern pro Stunde. Vielerorts fiel kräftiger Regen begleitet von Hagelschlag.

Eine entwurzelte Pappel blockiert eine Strasse bei Préverenges im Kanton Waadt.

Bildlegende: Eine entwurzelte Pappel blockiert eine Strasse bei Préverenges im Kanton Waadt. Keystone

Eine Föhnphase über den Alpen sorgte am Freitag noch lange Zeit für trockenes und warmes Wetter. Im Unterwallis stiegen die Temperaturen bis auf 29 Grad. Im Gotthardmassiv sorgte der Föhn für Böen bis 128 Kilometer pro Stunde, im Reusstal erreichte der Föhn Spitzen bis 95 Kilometer pro Stunde.

Gewitter zunächst am Genfersee

Am frühen Abend setzten die ersten Gewitter am Genfersee ein, wo sie lange ortsfest blieben. Verbreitet gab es zwischen 15 und 30 Millimeter Regen. Im Laufe des Abends zogen die Gewitter allmählich nach Osten.

Am Jurasüdfuss gab es vor allem kräftige Böen. In Neuenburg wurden 114 Kilometer pro Stunde gemessen, in Cressier 112 Kilometer pro Stunde. Mit einem blauen Auge kam das One Direction-Konzert im Stade de Suisse davon. Gegen Ende der Veranstaltung regnete es zwar wie aus Kübeln, die Hagelzellen zogen aber knapp nördlich und südlich am Stadion vorbei.

Am späten Abend vor allem in der Nordwestschweiz

Als das Gröbste bereits vorüber schien, wurde auch noch die Nordwestschweiz getroffen. Dort gab es zum Teil kräftigen Hagelschlag und in Maisprach (BL) gingen innerhalb von nur einer Stunde 25 Millimeter Regen nieder.

Auf der Chrischona wurde eine Gewitterböe mit 103 Kilometern pro Stunde verzeichnet. Gegen Mitternacht entfernten sich die Gewitterzellen allmählich in Richtung Nordosten.