Herumfliegende Autos und zwei Todesopfer in Norditalien

Eine schwüle Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 40 Grad hatte Italien in den letzten Tagenfest im Griff. So brütend die Hitze, so heftig die Unwetter, die im Norden des Landes urplötzlich entstanden. Bei Venedig forderte ein Sturm mindestens zwei Todesopfer, mehr als 70 Menschen wurden verletzt.

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Tornado in der Region Venedig

0:58 min, aus Tagesschau vom 9.7.2015

Einige Minuten machen aus einem schwül-heissen Sommertag die Hölle: Eine heftige Windböe fegt durch Dörfer nahe der Touristenmetropole Venedig. Mit fatalen Folgen.

Abgedeckte Häuser aus der Luft.

Bildlegende: In Cazzago di Pianiga bei Venedig wurden unzählige Häuser abgedeckt. Keystone

Zwischen Venedig und Padua starb am Mittwoch ein älterer Mann in seinem Auto, das der Wirbelsturm durch die Luft geschleudert hatte. Andere Fahrzeuge, in denen niemand gewesen sei, hätte es in einen Kanal geweht, berichteten lokale Medien. Ein weiteres Todesopfer wurde von einer einstürzenden Mauer erfasst. Unter den mehr als 70 Verletzten sind laut den Rettungskräften auch zwei Schwerverletzte.

Es drohen weitere Unwetter

Dutzende Bäume wurden entwurzelt und Häuser abgedeckt. Viele Menschen verbrachten die Nacht in Hotels oder bei Bekannten. Der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, sagte ein Treffen mit dem italienischen Staatspräsidenten in Rom ab und besuchte die betroffene Region.

Getroffen hat es aber auch die Dolomiten. In der Nähe von Cortina d'Ampezzo löste sich ein Erdrutsch und blockierte eine wichtige Verbindungsstrasse. Und die Meteorologen sagen für Norditalien weitere Unwetter voraus, wenngleich die Temperaturen mittlerweile auf um die 30 Grad gesunken sind.

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