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Panorama Historiker Mommsen verstorben

Der deutsche Historiker Hans Mommsen ist 85-jährig verstorben. Er entstammte einer bedeutenden deutschen Historiker-Dynasite.

Hans Mommsen im Porträt
Legende: Hans Mommsen (hier ein Bild von 2002) zählte zu den entschiedendsten Gegnern von Ernst Nolte. Imago / Archiv

Der Historiker Hans Mommsen ist tot. Der Wissenschaftler starb am Tag seines 85. Geburtstages, in der Nähe des Starnberger Sees. Entsprechende Berichte der «Süddeutschen Zeitung» und der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» bestätigte das Bestattungsinstitut in Tutzing.

Der in Marburg geborene Mommsen lehrte bis zu seiner Emeritierung 1996 als Professor für Neuere Geschichte an der Ruhruniversität in Bochum. Mommsen galt als der bedeutendste Historiker des Nationalsozialismus in Deutschland.

Historikerstreit mit Nolte

Mommsen entstammte einer bedeutenden Historikerdynastie. Er ist Urenkel des legendären Liberalen und Althistorikers Theodor Mommsen, der 1902 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde. Hans Mommsen hatte seine Forschungsschwerpunkte zu den Themen Arbeiterbewegung, Weimarer Republik und Nationalsozialismus.

Er zählte im Historikerstreit Mitte der 80er Jahre zu den entschiedensten Gegnern von Ernst Noltes These eines Zusammenhangs zwischen den bolschewistischen und den NS-Verbrechen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Bernd Kulawik (Bernd K.)
    Man sollte bei allen möglichen Verdiensten Mommsens aber auch nicht vergessen, dass er entscheidend dazu beigetragen hat, die absurde Einzeltäterthese der Nazis zum Reichstagsbrand aufrecht zu erhalten und durchzusetzen, indem er die Publikation anderslautender Forschungsergebnisse behinderte. Inzwischen ist auch klar, dass dies unter Einfluss alter Nazis in der damaligen Bundesrepublik geschah. Soweit ich weiss, hat er seinen klar ideologischen, karriere-motivierten) "Irrtum" nie eingestanden …
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