Hunderttausende Russen springen ins Eiswasser

Einmal im Jahr tauchen Hunderttausende orthodoxe Russen ins eisige Wasser: Sie feiern damit die Taufe Jesu – und waschen sich von ihren Sünden rein. Das zuvor von Geistlichen gesegnete Wasser soll Geist und Seele läutern.

Mit traditionellen Eisbädern haben sich in Russland bei klirrender Kälte russisch-orthodoxe Gläubige symbolisch von ihren Sünden reingewaschen.

Allein in Moskau beteiligten sich bei Temperaturen um minus 15 Grad mehr als 90'000 Menschen an der nächtlichen Zeremonie. Landesweit tauchen Hunderttausende ins Eisbad.

Mit dem Sprung in Teiche, Flüsse oder eigens aufgestellte Becken erinnern Gläubige zum orthodoxen Dreikönigstag (Epiphanias) an die Taufe Jesu. Das von Geistlichen gesegnete Wasser soll Geist und Seele läutern.