Hurrikan «Gonzalo» fegt über die Bermudas

Mit starkem Wind und heftigen Regenfällen ist der Hurrikan «Gonzalo» über die Bermudas hinweggezogen. Zehntausende Menschen waren am Morgen ohne Strom. Überbleibsel des Sturms werden bald die ersten Herbststürme nach Europa bringen.

Auge des Hurrikans aus dem Weltall.

Bildlegende: Ein faszinierendes Bild des Hurrikans «Gonzalo» von oben hat die Raumstation ISS geschossen. Keystone

«Gonzalo» ist der stärkste Hurrikan, der seit gut einem Jahrzehnt die zu Grossbritannien gehörende Inselgruppe im Atlantik heimsuchte. Am Freitagabend hatte das Zentrum des Hurrikans die Bermudas erreicht und war in der Nacht darüber hinweggezogen.

«Gonzalo» kam dabei auf Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Kilometern pro Stunde. Nach Angaben von Wetterexperten hatte der Sturm noch in 70 Kilometer Entfernung vom Zentrum Hurrikanstärke.

Abgeschwächter Hurrikan in Europa

Der Energieversorger Bermuda Electric Light teilte mit, rund 31‘000 seiner Kunden seien ohne Strom. Das Unternehmen warnte davor, herunterhängende Leitungen zu berühren. Auch der Flughafen und Marineeinrichtungen waren von der Versorgung abgeschnitten.

Meteorologen gehen davon aus, dass die Überbleibsel von «Gonzalo» als Sturmtief nächste Woche auch Europa erreichen und den ersten Herbststurm liefern könnten. Dabei seien auch Böen in Orkanstärke nicht ausgeschlossen.

Am Donnerstag war «Gonzalo» als Hurrikan der Kategorie 4 eingestuft worden. Die höchste ist die Stufe 5. Es wird erwartet, dass sich der Wirbelsturm über dem kühleren Wasser des Nordatlantiks abschwächt.