Hurrikan verhagelt US-Nationalfeiertag

Als erster Hurrikan der US-Saison ist der Wirbelsturm «Arthur» an der US-Ostküste angekommen. Meteorologen erwarten keine grösseren Schäden, mahnen aber trotzdem zur Vorsicht.

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Notstand wegen Hurrikan Arthur

0:26 min, aus Tagesschau am Mittag vom 4.7.2014

Heute fallen an einigen Orten der USA die Feiern zum Nationalfeiertag ins Wasser. Denn «Arthur», der erste Hurrikan der Saison, ist im Bundesstaat North Carolina auf die Ostküste der USA getroffen.

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Wirbelsturm bedroht US-Ostküste

0:32 min, vom 4.7.2014

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde sei der Wirbelsturm bei Cape Lookout im Bundesstaat North Carolina über die vorgelagerten Inseln, die Outer Banks, hinweggezogen, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) mit.

Hurrikan heruntergestuft

An der Küste von North Carolina fiel für etwa 20'000 Kunden der Strom aus, wie der Versorger Duke Energy mitteilte. Am stärksten von dem Sturm betroffen sind die Touristeninseln der Outer Banks. Die Insel Hatteras wurde am Donnerstagabend vorsorglich evakuiert. In Teilen von Massachusetts, South Carolina und Virginia wurden Sturmwarnungen herausgegeben. Auch die Hauptstadt Washington dürfte nicht verschont bleiben.

Karte Sturm-Standort

Bildlegende: Karte des betroffenen Gebiets. SRF

Danach zog der Wirbelsturm mit etwa 37 Kilometern pro Stunde in nordöstliche Richtung und entfernte sich damit von der Küste.

Berichte über schwere Schäden lagen keine vor. Am Freitagnachmittag stuften die Behörden den Sturm von der Kategorie 2 auf 1 herunter.

Mahnung zur Vorsicht

Meteorologen mahnten Küstenbewohner zur Vorsicht. Auch nach dem Durchzug des Sturms könnten tückische Strömungen im Meer entstehen, die nicht unterschätzt werden sollten.

Es wird erwartet, dass der Hurrikan über dem kühleren Meer an Kraft verliert. Die dicht besiedelten nordöstlichen Bundesstaaten der USA dürften daher weitgehend verschont bleiben.

Im Oktober 2012 hatte der Hurrikan «Sandy» in New Jersey und New York ganze Landstriche verwüstet und Schäden von rund 70 Milliarden Dollar angerichtet.