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Panorama «Hyperloop»: Am Anfang war der Staub

Das «Verkehrsmittel der Zukunft» hat seine Jungfernfahrt hinter sich: In der Wüste von Nevada wurde ein Gestell auf 160 Stundenkilometer beschleunigt. Schon bald sollen Menschen durch die Wüste schiessen – nahe der Schallgeschwindigkeit.

Legende: Video Hyperloop in Aktion abspielen. Laufzeit 0:10 Minuten.
Aus News-Clip vom 12.05.2016.

Ein erster Test des futuristischen Verkehrsmittels namens «Hyperloop» ist offenbar geglückt. Auch wenn man sich dafür eher auf das Wort des federführenden Unternehmens als auf die eigenen Augen verlassen muss. Denn die Vorführung des «Verkehrsmittels der Zukunft» war schnell vorbei: In der Wüste von Nevada war ein Gestell zu sehen, das über ein kurzes Gleisstück sauste und eine grosse Sandwolke aufwirbelte. Es erreichte rund 160 Stundekilometer. So weit, so unspektakulär.

Eine unbemannte Kapsel rast auf Geleise durch die Wüste von Nevada.
Legende: Der Schnappschuss stützt die These der Verantwortlichen: «Hyperloop» ist Realität. Keystone

Doch die harten Fakten hinter «Hyperloop» lassen die Träume fliegen: Mit einer Geschwindigkeit knapp unter der Schallgrenze sollen Passagiere dereinst an ihr Reiseziel «geschossen» werden.

Das Reisen soll aber sanft sein – mit menschlichen Pistolenkugeln ist nicht zu rechnen: Die Passagiere sollen die Beschleunigung nicht mehr spüren als bei einem abhebenden Flugzeug. Auch hier müssen sich Freiwillige auf das Wort der Entwickler verlassen.

Legende: Video Extrem schnell, umweltfreundlich und kostengünstig soll er sein abspielen. Laufzeit 0:26 Minuten.
Aus News-Clip vom 11.05.2016.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Entgegen ersten Bedenken dürfte das Projekt durchaus machbar sein. Zwei Fragen müssten beantwortet werden: Braucht's dieses Tempo wirklich? Ich persönlich fand die Concorde zwar immer supercool, aber einen konkreten Nutzen vom Zeitgewinn gegenüber dem normalen Flug, konnte ich ehrlicherweise nie feststellen. Was die Frage nach der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit aufwirft. Denn so einfach und günstig wie propagiert, ist die Sache nicht. Davon können die Swissmetro-Jungs ein Liedchen singen...
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  • Kommentar von Olivier Wetli (Olivier)
    Wenigstens schreiben, welches Antriebskonzept dahinter steckt, hätte der Journalist schreiben können...
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    1. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      In unter Teilvakuum stehenden Röhren sollen Passagiere in "Kapseln" mit einer Reisegeschwindigkeit annähernd der Schallgeschwindigkeit transportiert werden. Ähnlich der Swissmetro, die Röhren sollen aber oberirdisch entlang bestehender Strassen montiert werden. Für den Vortrieb sorgt Magnetschienentechnik, für die Führung in der Röhre sorgt ein Luftkissen. In Sachen Initialkosten, Energieaufwand und Wirtschaftlichkeit sind jedoch sich diametral unterscheidende Auffassungen vorhanden.
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    2. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Mit "Magnetschienentechnik" ist vermutlich ein elektrischer Linearmotor gemeint. Wenn die Führung tatsächlich durch Luft in einer Röhre erfolgen soll, dann könnte man behaupten dass das "Gestell" auf dem Video mitnichten ein Prototyp des angedachten Transporters ist. Es sind klar mechanische Führungen erkennbar. Ausserdem ist das was gezeigt wurde in bestimmten Achterbahnen bereits mit Menschen als Passagieren zugelassen. Also bis jetzt 0 (Null) Innovation. Eher ein Teststand für den Antrieb.
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    3. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      @Reuteler: Nicht nur das Rad auf welchem heutige Fahrzeuge rollen ist mehrmals erfunden worden. Immerhin gibt es Forschungsgelder aus Kassen, die dank entsprechenden Steuergesetzen grosszügig gefüllt werden. Musk zapft diese Kassen geübter an, als Münchens Bürgermeister die Fässer des Oktoberfests.
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  • Kommentar von Bernhard Lüthi (Bernhard)
    ...und auf der anderen Seite spricht man immer mehr von "Entschleunigung"...
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