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Panorama Ikea-Gründer verlässt die Schweiz

Er gilt als der reichste Mann der Schweiz: Ingvar Kamprad, Gründer des Möbelhauses Ikea. Nun will er weg aus der Schweiz, zurück in seine Heimat, nach Schweden. Die Gemeinde Epalinges (VD) bedauert dies.

Legende: Video «Ingvar Kamprad verlässt die Schweiz» abspielen. Laufzeit 1:25 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 27.06.2013.

Die Waadtländer Gemeinde Epalinges wird ihren prominenten Bürger vermissen. 37 Jahre seines Lebens hat er im Ort oberhalb von Lausanne verbracht hat. Nun will Ikea-Gründer Ingvar Kamprad nach Schweden heimkehren, noch vor Jahresende.

Der Gemeindepräsident Maurice Mischler bedauert dies. Er kann es nicht recht verstehen: «Seine Kinder sind hier aufgewachsen. Er sagte oft, dass Epalinges sein Zuhause sei.»

Kamprad war nicht Top-Steuerzahler

Kamprad ist auch in Europa einer der reichsten Menschen. Trotzdem lebte er bescheiden und diskret in einer Villa in Epalinges. Er zahlte Pauschalsteuern, gehörte demnach nicht zu den 15 grössten Steuerzahlern der Gemeinde.

Die Gemeinde wird trotzdem finanzielle Einbussen haben. Aber nicht nur dies: Kamprad sei vor allem in menschlicher Hinsicht hoch geschätzt in der Gemeinde, sagt Gemeindepräsident Mischler. Der Tod seiner Frau vor anderthalb Jahren habe ihn sehr getroffen, so Mischler weiter.

Zur Familie zurückgehen

Der 87jährige selber sagte vor den Medien: «Ich möchte näher bei meiner Familie und alten Freunden sein.» Er dürfte an seinen Geburtsort Älmhult im Süden Schwedens ziehen, wo er 1943 die Ikea gegründet hatte.

Gemeinde bleibt in Kontakt

Kamprad wird aber sein Haus in Epalinges behalten. Er werde auch den Kontakt mit der Gemeinde aufrechterhalten. Vor allem, um sein Wohnbauprojekt für Senioren weiterzuführen. In dieses hat er 10 Millionen Franken investiert. Der Architekturwettbewerb ist im Gang.

In den vergangenen Jahren unterstützte der Ikea-Gründer mehrfach regionale Institutionen mit Spenden. Letztes Jahr übergab er 3,2 Millionen Franken an die Pro Senectute des Kantons Waadt. 10 Millionen spendete er zugunsten sehbehinderter und blinder Kinder in der Westschweiz. Zuvor hatte der Multimilliardär die Kunst- und Designhochschule ECAL in Lausanne finanziell unterstützt.

12 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Oje, ein anderer hoher Herr verlässt uns! Welche Brotkrumen dürfen wir in Zukunft noch aufpicken? Wir armen Untertanen!
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    1. Antwort von Alois Wutz, Gerlafingen
      Wieso Untertanen? Sie, Herr Nanni, sind ja offenbar schon länger abgehauen... wieso wohl??
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Wie viele Andere auch. Liebe Schweizer, fragt euch doch mal wieso! Neid, Argwohn, Missgunst und eine Rückgradlosigkeit, die weltweit seinesgleichen sucht. Was soll hier im Alter noch Toll sein? Abgeschoben vom Arbeitsmarkt (von Jungen Schnöseln, die keine Ahnung aber eine grosse Klappe haben), dahinvegetieren im Altersheim und ständig die Vorwürfe, man koste zuviel. So altersfeindlich, behindertenfeindlich, ja feindlich gegen praktisch alles geht es nirgends zu. Sogar Leute mit Geld hauen ab!
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Da ich genauso wie Sie mit Behinderten und Altersheiminsassen zu tun habe, muss ich Ihre negativen Worte leider bestätigen. Trotzdem wollen die meisten HIER bleiben, weil sie ihre Wurzeln hier haben. Was Kamprad betrifft, hat er seine Wurzeln nun einmal in Schweden, und sogar solche Leute wie er sind nicht unsterblich. P.S. Von einem Bekannten, der mit ihm zu tun hatte, weiss ich, dass dieser sogar beim Essen knausrig war - wohl eine Prägung aus der Zeit, als er noch "arm" war.
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  • Kommentar von Alois Wutz, Gerlafingen
    Es handelt sich hier um einen Mann, der unzählige Arbeitsplätze geschaffen, die schwedische Holzindustrie gefördert und allen Neidern hier günstige Möbel ermöglicht hat. Er ist kein Bankster, der sein Vermögen auf dem Buckel anderer erzockt. Ein bisschen mehr Respekt vor allem wegen seiner bescheidenen Art, wäre durchaus angebracht. Es gibt wohlhabendere Leute, die weniger Geld in gemeinnützige Projekte stecken.
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    1. Antwort von Finn Arendt, Berlin
      Schwedische Holzindustrie ?, da glauben Sie wohl selber nicht dran oder ?. Das meiste Holz für IKEA kommt aus Russland wo es unter unmeschlichen Bedingungen verarbeitet wird. Auch die Daunen für die IKEA Decken werden den Tieren bei lebendigem Leib herausgerissen und so weiter und so fort. Seine bescheidene Art ist geradezu primitiv, auf einem Flug hat er die Stewardess gefragt ob er ihre Einwegzahnbürste benutzen kann. Ob Rich, Kamprad oder Glasenberg, Respekt habe ich vor solchen sicher nicht.
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    2. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Aber eben,ob mit od.ohne Hintergrundinformationen,man protestiert allüberall gegen Bonzen,gegen Umverteilung von unten nach oben,in der einen Hand ein Coca, n der andern eine Stuyvesant,daheim hockt man in Möbeln von Ikea vor Soft-+Hardware von Microsoft u.drückt nachts das Gesicht in Billigqualdaunenkissen usf.Inkonsequente Heulesusen jammern wochenlang gegen ungerechte Vermögensverteilung,aber füttern tagein tagaus mit ihrem vermaledeiten Konsumverhalten diejenigen,welche sie verurteilen.
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