IT-Problem legte Tamedia-Redaktionen lahm

«Tages-Anzeiger», «Der Bund», «Berner Zeitung» und weitere Tamedia-Produkte erscheinen verzögert und in reduziertem Umfang.

Am Dienstagabend sind mehrere Rechner im Netzwerk der Mediengruppe Tamedia ausgefallen. Für die Produktion einer Zeitung im üblichen Umfang reichte es teilweise nicht mehr. Die Zeitungen «Tages-Anzeiger», «Der Bund» und «Berner Zeitung» erscheinen deshalb in reduziertem Umfang. Der «Tages-Anzeiger» zählt beispielsweise nur zwei statt wie üblich vier Bünde.

Romandie nicht betroffen

Teilweise hätten die Zeitungen nicht in alle Regionen zugestellt werden können, hiess es weiter. Gar nicht erscheinen werden der «Zürcher Unterländer» und die «Zürichsee-Zeitung». Deren Abonnenten erhalten eine Gratisausgabe gutgeschrieben. Das Wirtschaftsblatt «Finanz und Wirtschaft» kommt erst am Donnerstag statt wie üblich am Mittwoch heraus.

Das Pendlerblatt «20 Minuten» wurde laut Mitteilung trotz Verzögerungen gedruckt und ausgeliefert. Mit einer «Berner Zeitung» vorlieb nehmen müssen die Abonnenten der Zeitungen «Berner Oberländer» und «Thuner Tagblatt». Keine Auswirkungen hatte das Computerproblem auf die Zeitungen in der Romandie.

«3 Uhr, die Zeitung ist im Druck»

Mitverfolgen liessen sich die Computerprobleme über Twitter, wo Redaktoren die Leser auf dem neusten Stand hielten. Die Mitteilungen und Bilder zeugen davon, dass die Redaktionen eine Nachtschicht einlegten.

Beim «Tages-Anzeiger» führte man gleich den Hashtag #TAshutdown ein – in Anlehnung an die als «Shutdown» betitelte Stilllegung der US-Verwaltung. Kurz nach Mitternacht hiess es beispielsweise: «Wir planen mit Post-its an einer Notausgabe. Wir sind zuversichtlich.» Und später: «3 Uhr, die Zeitung ist im Druck».