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Das Land der Supergreise Japans «Club der Hundertjährigen» füllt eine Kleinstadt

Vielzahl von Gipsmasken japanischer Menschen.
Legende: In keinem Land der Welt ist die Dichte grösser: Hundertjährige und mehr gibt es in Japan fast wie Sand am Meer. Reuters
  • 67'824 Menschen im Alter von 100 oder mehr Jahren zählt die drittgrösste Wirtschaftsnation der Welt inzwischen.
  • Seit nunmehr 47 Jahren steigt die Zahl jedes Jahr auf eine neue Rekordmarke.
  • Frauen knacken die Hundertergrenze weit öfter als japanische Männer.

Statistisch gesehen bescherte der letzte Jahreswechsel Japan 2132 neue Super-Jubilare. Nirgends auf der Welt leben so viele Menschen, die hundert Jahre oder älter sind. Und jedes Jahr werden es mehr – längst ist die Einwohnerzahl einer üblichen Kleinstadt erreicht.

Ein eindeutiger Frauen-Rekord

Die Gründe für den Rekord der Methusaleme sind überraschend unspektakulär: Das japanische Gesundheitsministerium nennt die gesunde traditionelle Küche, Fortschritte in der Medizin und ein allgemein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein.

Vor allem an Letzterem dürfte es auch den japanischen Männern mangeln. Laut Gesundheitsministerium würde in der Kleinstadt der Hundertjährigen ein markanter Frauenüberfluss bestehen. Denn von hundert Hundertjährigen sind 88 eine Frau.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Wirtschaftswissenschaftler haben einen Namen für Länder in denen es so viele Alte und gleichzeitig eine der tiefsten Geburtenraten gibt. "Demografischen Zeitbombe". Die Alten konsumieren viel weniger und die Jungen werden von der Arbeitszeit aufgefressen. Geben und Nehmen - nicht nur von Geld sondern auch von Zeit - sind aus den Fugen geraten. In Deutschland und der Schweiz gehen wir in eine ähnliche Richtung, es sei denn das Problem wird langsam erkannt.
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    1. Antwort von Urs Dupont (udupont)
      Stimmt überhaupt nicht. Viele Ältere und weniger Junge lösen auf die Dauer das grösste aller Probleme, das der Bevölkerungsexplosion und immer weniger Arbeit. Zudem ist es volkswirtschaftlich ein Gewinn, denn U20er bzw. U25er oder sogar U30er belasten die Volkswirtschaft extrem stark und absorbieren viel mehr Arbeitskräfte als Ü65, die ja heute auch viel länger gesund bleiben. Erstere werden zu 100% durch private und staatliche Umlagerung finanziert, während Ü65er nur zu einem sehr kleinen Teil.
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