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Panorama Kaufrauschbrauch aus den USA erobert Europa

Am Freitag nach Thanksgiving locken in den USA traditionell Geschäfte ihre Kunden mit günstigen Angeboten. Findige Kaufhausketten haben den Brauch mittlerweile auch nach Europa exportiert. Doch hier treibt dieser zum Teil gar seltsame Blüten.

Legende: Video Black Friday in England abspielen. Laufzeit 0:46 Minuten.
Vom 28.11.2014.

In den USA wird mit dem «Black Friday» traditionell das Weihnachtsgeschäft eingeläutet. Nach dem Feiertag Thanksgiving pünktlich um Mitternacht öffnen Geschäfte im ganzen Land ihre Tore und locken mit Sonderangeboten und Preisnachlässen.

Nun ist der Brauch auch in verschiedenen europäischen Ländern angekommen. Im krisengebeutelten Spanien erhofft sich die Wirtschaft dadurch bessere Verkaufszahlen. Das Weihnachtsgeschäft fing dort bisher traditionell erst Anfang Dezember an.

Online-Shops überlastet

Besonders seltsame Blüten treibt der Brauch aber im Vereinigten Königreich. Hunderte Menschen stauten sich dort schon vor Mitternacht vor den Kaufhäusern. Überall im Land musste im Verlauf der Nacht die Polizei ausrücken, weil sich zu viele Leute zwischen den Regalen stauten.

Allein in London gab es Polizeieinsätze in mindestens vier Supermärkten. Und selbst das Internet ist dem Kaufrausch nicht gewachsen: Internetseiten verschiedener Online-Shops brachen ob des Ansturms schlicht zusammen.

16 Kommentare

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  • Kommentar von Iris Assing, Kenilworth
    Ich lebe seit 15 Jahren in England. Meine britischen Freunde und ich wundern uns gewaltig ueber was da abgelaufen ist. Der beruehmteste Kommentar einer shopperin in der Presse: "Ich wollte gar keinen Dyson (Staubsauger) kaufen, aber das war das einzige, wonach ich greifen konnte..."
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Die globale "Weltreligion" heisst heute Konsum mit ihren glitzernden Einkaufstempeln seines Mammon Götzen. Konsumiere heute, bezahle morgen. Womit, ist egal. Wird hierzulande gerade in Minutenabständen den "TV-Lemingen" zur kommenden Weihnachten 2014 vom blöden „HoHoHo“ Samichlaus vor kitschigem Plastik-Christbaum mit AKW-Strom fressenden Lämpchen eingehämmert. "Silent Night" von wegen. Das war einmal. Heute Verkehrsstau auf Strassen und vor Kassen. Bin ich jetzt ein Spielverderber???
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  • Kommentar von Kai Abel, Zürich
    Nun, die Generation "Ahnungs- und Fantasielos" ist erwachsen geworden und hat selbst Kinder zur Welt gebracht, die nach der gleichen Prämisse erzogen wurden. Was will man da anderes erwarten, dass sie tut, was andere tun, unter dem eigenartigen Unstand, nicht zu wissen, was und warum man etwas tut. Hauptsache nachgemacht, Hauptsache man unterscheidet sich nicht von den anderen, Hauptsache man gehört dazu, - egal warum.
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    1. Antwort von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
      Erinnert an eine hiesige Zeitungskarikatur und ihr Kontext vor ca. 15 Jahren, im Zusammenhang mit der jährlichen Inauguration und Feuerwerk (ca. Mitte Nov.) des Riesen-Stahl-Christbaumes (30m) an einem Verkehrs-Knotenpunkt „Obelisco“ mitten in unserem Stadtzentrum durch die lokale Brauerei: "Mihijo, sabes porque celebramos Naviad? Claro Papa, el Aniversario de la Cerveseria Centro Américana. Klartext: „Weisst du warum wir Weihnachten feiern? Klar Papi, den Jahrestag unserer Bierbrauerei.“ :-(
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