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Eklat vor ESC Kein Kompromiss: Russland ist gegen Live-Schaltung

Julia Samoilowa
Legende: Julia Samoilowa reiste auf die Krim. Dies ist seit der Annexion von ukrainischer Seite verboten. Keystone

Russland lehnt einen Auftritt seiner Sängerin Julia Samoilowa per Live-Schaltung beim Eurovision Song Contest (ESC) in der Ukraine ab. Damit erteilte der russische Fernsehsender Perwy-Kanal einem Kompromissvorschlag im Streit um das ukrainische Einreiseverbot für Samoilowa eine klare Absage.

Die Europäische Rundfunkunion EBU hatte vorgeschlagen, dass die 27-Jährige ausnahmsweise von ihrem Heimatland aus beim ESC im Mai mitsingen darf. Die Ukraine hatte Samoilowa wegen eines früheren Auftritts auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim die Einreise untersagt.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
    Die Bezeichnung 'Kultur' find ich für den ESC etwas hoch gegriffen. :-)
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  • Kommentar von Joseph Haering (Joseph Haering)
    Ich finde diesen Entscheid der Ukrainer erbärmlich. Rache ist immer unangemessen. Diese Sängerin ist am Ukrainekonflikt sicher unschuldig. Zudem, wenn die Leute im Donbas lieber zu Russland gehören möchten soll man Ihnen das doch ermöglichen. Auch war die Krim früher russisch bis Chrutschov im anflug von Grössenwahn die Halbinsel den Ukrainern schenkte!
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    1. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      Ihre Behauptungen kann man so nicht stehen lassen. Am 1. 12. 1991 wurde in der Ukraine ein Unabhängigkeitsreferendum abgehalten. Abstimmungsberechtigt waren alle volljährigen Einwohner der Ukraine. Dabei stimmten die Oblasten der Ostukraine, wie auch der Krim für den Verbleib in der Ukraine. Völkerrechtswidrigen Gebietsansprüchen und Annektionen von Größenwahnsinnigen entschieden entgegenzutreten ist Recht und Pflicht eines Landes.
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    2. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      Alle Nase lang neue Abstimmungen durchzuführen, deren Initiative nicht von der Bevölkerung, sondern von Putin durch militärischen Einsatz "grüner Männchen" gesteuert wird, entbehrt jeglicher völkerrechtichen Legitimation und darf nicht durch stillschweigende Duldung Schule machen.
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    3. Antwort von Philipp Etter (Philipp Etter)
      @MC JH behauptet gar nichts! also gibt es nichts, was man nicht so stehen lassen kann, es sei denn, Sie können nicht damit umgehen, dass jemand eine andere Meinung hat als Sie. Was halten Sie nebenbei von völkerrechtswidrigen verdeckten Eingriffen von Staaten in die inneren Angelegenheiten von andern Staaten durch Finanzierung von Umstürzen und Einsetzung von genehmeren Regierungen? Das passt, wenn's von der "richtigen" Seite her kommt?
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  • Kommentar von Erwin Marthaler (erma)
    Als wäre es etwas neues, dass ein Land aus politischen Gründen nicht am ESC teilnimmt. Das gab es schon immer: Österreich 1969 aus Protest gegen das Franco-Regime, Griechenland 1975 als Protest gegen die türkische Teilnahme, die Türkei 1976 als Protest gegen die griechische Teilnahme, Tunesien und Libanon wegen der Teilnahme Israels, Georgien 2009 wegen Putin, Armenien 2012 aus Protest gegen Aserbaidschan. Nun triffts mal Russland. In einem Jahr ist es wieder vergessen.
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