Keine Fussball-Fanmärsche mehr in Bern?

Nach den Sachbeschädigungen der Fans am Cup-Final in der Stadt Bern will der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause die Konsequenzen ziehen. Ob das Finalspiel weiterhin in Bern ausgetragen wird, ist offen.

Basler Fans.

Bildlegende: Die Basler zogen wie die Zürcher zu tausenden durch die Stadt. Keystone

Nach dem Cupfinal in Bern kritisiert der städtische Sicherheitsdirektor Reto Nause die Fans der beiden Clubs. Sie hätten sich nicht an die Abmachungen gehalten und zum Teil die Konfrontation gesucht, so Nause gegenüber Radio SRF.

Teile der Fangruppen provozierten sich in der Stadt gegenseitig, es flogen Petarden und Steine. Die Polizei setzte Gummischrot und Tränengas ein. Sechs Personen wurden leicht verletzt.

Nause sagte, er wolle künftig in Bern keine Fanmärsche mehr dulden. Grundsätzlich müsse sich die Stadt überlegen, ob es sich für sie lohne, den Cupfinal in Bern austragen zu lassen.

Scharmützel vor Beginn des Fussballspiels

Nach Darstellung der Polizei hatten sich die Basler Fans am frühen Nachmittag nach Eintreffen der Extrazüge nicht wie vereinbart auf dem Kornhausplatz, sondern auf dem Waisenhausplatz versammelt. Wenig später erreichten die Zürcher den Bärenplatz. Die beiden Standorte sind durch die Grossbaustelle in der Berner Innenstadt voneinander getrennt.
 
Beide Lager warfen Feuerwerkskörper in Richtung des gegnerischen Sektors. Polizeigrenadiere griffen mit Tränengas und Gummischrot ein, um die Lage zu beruhigen. Beide Fan-Lager machten sich durch das Abfeuern zahlreicher Petarden bemerkbar. Dabei wurden zehn Personen leicht verletzt, darunter zwei Polizisten.