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Panorama Keine Fussball-Fanmärsche mehr in Bern?

Nach den Sachbeschädigungen der Fans am Cup-Final in der Stadt Bern will der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause die Konsequenzen ziehen. Ob das Finalspiel weiterhin in Bern ausgetragen wird, ist offen.

Basler Fans.
Legende: Die Basler zogen wie die Zürcher zu tausenden durch die Stadt. Keystone

Nach dem Cupfinal in Bern kritisiert der städtische Sicherheitsdirektor Reto Nause die Fans der beiden Clubs. Sie hätten sich nicht an die Abmachungen gehalten und zum Teil die Konfrontation gesucht, so Nause gegenüber Radio SRF.

Teile der Fangruppen provozierten sich in der Stadt gegenseitig, es flogen Petarden und Steine. Die Polizei setzte Gummischrot und Tränengas ein. Sechs Personen wurden leicht verletzt.

Nause sagte, er wolle künftig in Bern keine Fanmärsche mehr dulden. Grundsätzlich müsse sich die Stadt überlegen, ob es sich für sie lohne, den Cupfinal in Bern austragen zu lassen.

Scharmützel vor Beginn des Fussballspiels

Nach Darstellung der Polizei hatten sich die Basler Fans am frühen Nachmittag nach Eintreffen der Extrazüge nicht wie vereinbart auf dem Kornhausplatz, sondern auf dem Waisenhausplatz versammelt. Wenig später erreichten die Zürcher den Bärenplatz. Die beiden Standorte sind durch die Grossbaustelle in der Berner Innenstadt voneinander getrennt.
 
Beide Lager warfen Feuerwerkskörper in Richtung des gegnerischen Sektors. Polizeigrenadiere griffen mit Tränengas und Gummischrot ein, um die Lage zu beruhigen. Beide Fan-Lager machten sich durch das Abfeuern zahlreicher Petarden bemerkbar. Dabei wurden zehn Personen leicht verletzt, darunter zwei Polizisten.

36 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Escher, Zermatt
    A.Stahel - sehr RICHTIG - haben mit FAN überhaupt nicht's zu tun ....; ein wilder Haufen unerzogener Rüpel, die den Sport als Deckmantel benutzen. Eine gehörige Tracht Prügel - sonst nützt hier gar nicht's; - sowie ein paar Tage einsperren...,
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  • Kommentar von Pia Hug, Rheinfelden
    Nach Anschauen der hier aufgeschalteten Filmsequenzen und Betrachten des einen Fotos frage ich mich, wo sind eigentlich die Bilder vom Fanmarsch der GC-Anhänger. Ich werde den Verdacht nicht los, dass dies eine einseitige Berichterstattung ist und die Rotblauen die alleinig Bösen sein sollen. Bilder haben wie längst bekannt eine unglaubliche Kraft und welche Farben bleiben mir in Erinnerung, wenn ich diese Seite verlasse: Rot und Blau! An die Adresse von SRF: Ist diese Berichterstattung fair?
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    1. Antwort von Daniel Kunz, Basel
      Frau Hug, Sie müssen halt alle Bilder ansehen. Die Berichterstattung ist NICHT einseitig. Eigentlich ist das nicht die Hauptsache. Diese Krawalle müssen ein Ende haben, ich unterstütze das Hooligan-Konkordat in vollem Umfang. Diese Übeltäter müssen von den Spielen mit allen Konsequenzen ferngehalten werden. Unbeteiligte (vor allem Laden-, Auto- und Velobesitzer) sollen vor solchen Schäden in Zukunft besser geschützt werden.
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  • Kommentar von Karl Beck, Basel
    jaja, das ist jetzt der beste Moment um das Konkordat zu pushen und verbal gegen Fussballanhänger zu prügeln. Aber zu glauben, dass das Konkordat die bedauernswerten Vorfälle - die von einigen dutzend Leuten provoziert wurden (es waren ja rund 20'000 Leute in der berner Innenstadt) - nun die im Konkordat festgeschriebenen Grundrechtsverletzungen und Kollektivstrafen legitimieren, ist gefährlich. Zudem verhindert das Konkordat solche Vorfälle nicht. Wer das glaubt ist naiv und versteht nichts!
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    1. Antwort von Daniel Kunz, Basel
      Ja, Herr Beck, Ihre Argumentation ist so eine alte Leier, wie es Fussballkrawalle gibt. Es gibt auch Tempolimiten und Promillegrenzen weil es einst ein paar wenige gab die übertrieben und der Rest musste sich auch beugen. So fahren wir jetzt alle vernünftig und trinken nicht mehr vor dem Auto fahren. So auch bei Fussballspielen, wer an ein Fussballspiel will, muss sich halt Kontrollen unterziehen. Ein Hindernis mehr im Leben, verhindern kann man solche Vorfälle nicht, aber erschweren.
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    2. Antwort von Kurt Grundlehner, Rizenbach
      Herr Beck ich ging schon 1958 zu besten YB zeiten ins Wakdorfstadion um schöne Spiele zu sehen. Was heute in den Stadien geschiet hat nichts aber auch gar nichts mit Fan zu tun, ich nenne diese Leute ganz einfach Idioten, und haben in einem stadion nichts zu suchen. Man sollte alle für zwei bis drei Monate in die Berge versetzen und dort die Wälder pflegen.
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