Kim Jong-un mit gebrochenen Füssen

Der nordkoreanische Machthaber soll sich beim Gehen auf Plateausohlen verletzt haben. Doch das wahre Problem sei seine Fettleibigkeit, sagen manche.

Kim Jong-un besichtigt Süsswaren-Fabrik

Bildlegende: «Kann man das essen?» Kim Jong-un besichtigt eine Süsswaren-Fabrik. Keystone

Beidseitig gebrochene Fussknöchel: Das ist offiziell der Grund, weshalb der nordkoreanische Führer Kim Jong-un seit Anfang September jeder öffentlichen Veranstaltung fernbleibt.

Kim soll sich «auf einer stressigen Besichtigungstour» verletzt und sich zunächst nicht behandeln lassen haben, sagte ein Informant. Doch ein anonymer Geheimdienstler aus Südkorea erzählt: Kim Jong-un habe sich beim Laufen auf Plateauschuhen die Füsse verknackst. 1,70 m gross ist der junge Staatschef.

Er soll weit über 100 kg auf die Waage bringen – dank der Vorliebe fürs Trinken und Essen. Während seiner Schweizer Internatsjahre soll er auch auf den Geschmack von Emmentaler Käse gekommen sein.

Diabetes oder Herzprobleme, sagen nun manche. Sogar das Staatsfernsehen erklärte Kim Jong-un für krank, zum ersten Mal in dem abgeschotteten Land. Doch es attestiert ihm trotz nicht näher benanntem «Unwohlsein» Willensstärke und Kraft wie eh und je: «Unser Marschall erhellt dem Volk den Weg wie eine Flamme – trotz seines Unwohlseins.»

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Nordkoreanische Fernseh-News: Rechts Kim Jong Un, im roten Kreis links sein Onkel Jang Song Thaek.

    Nordkoreas Kim Jong Un will keinen Aufpasser mehr

    Aus Echo der Zeit vom 3.12.2013

    Der norkoreanische Diktator hat seinen Onkel und Mentor abgesetzt, jene graue Eminenz, die dem jungen Herrscher bisher die Macht in Staat und Militär gesichert hat. Sein Sturz und die Hinrichtung einiger seiner Vertrauten signalisiert einen tiefgreifenden Umbruch in der nordkoreanischen Führung.

    Martin Fritz