Klimt aus dem 3D-Drucker

Trotz Sehbehinderung Kunst erleben? Das ist im Wiener Belvedere jetzt möglich: Mit einem 3D-Drucker wurde Gustav Klimts Werk «Der Kuss» als Relief gedruckt.

42 mal 42 Zentimeter misst die Reliefdarstellung von Klimts Kunstwerk, die im Wiener Belvedere ausgestellt ist. Möglich gemacht durch ein EU-Projekt und neue Technologien.

Der weltbekannte «Kuss» wurde in vielen ornamentalen Details pixelgenau ins Relief überführt. Per Finger-Tracking wird ausserdem erkannt, an welcher Stelle das Bild berührt wird und entsprechende Informationen via Audio geliefert. So entsteht ein multidimensionales Werk.

Auch ein wirtschaftlicher Nutzen

Neben dem Wunsch, Blinden und Sehbehinderten den Zugang zu Kunstwerken zu ermöglichen, stehen allerdings auch ökonomische Überlegungen hinter dem EU-geförderten Projekt. 5,5 Prozent der Blinden und Sehbehinderten besuchen einmal im Jahr ein Museum. Diese Gruppe birgt demnach ein EU-weites Wertschöpfungspotenzial für Museen von 400 Millionen Euro jährlich.