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Kobolde im Wasser Kommen die Fischotter zurück in die Schweiz?

Fischotter werden immer häufiger an Schweizer Gewässern beobachtet. Vor 30 Jahren waren sie hierzulande ausgestorben: wegen Umweltgiften und Futtermangel. Jetzt tauchen sie wieder auf.

Legende: Video So sieht man die Otter nur im Zoo abspielen. Laufzeit 01:01 Minuten.
Aus SRF News vom 13.10.2017.

Es war ein stilles Drama in wenigen Jahrzehnten: Einst weit verbreitet starben die Fischotter bei uns zwischen 1960 und 1990 aus. Sie wurden Opfer der Verseuchung ihrer Hauptnahrung, der Fische, mit Industriegiften und ihr Futter wurde knapp.

Viele Fischbestände sind in der Schweiz in der Krise. In unseren Nachbarländern konnten sich Otter aber wieder vermehren, vor allem dort, wo ihnen grosse Fischzuchtanlagen viel Nahrung bieten. Otter wandern weit und machen vor Landesgrenzen nicht halt.

So tauchen in verschiedenen Kantonen immer häufiger einzelne Tiere auf: Im Tessin, Graubünden, Wallis und auch in den Kantonen Genf und Bern. Es gibt sogar Belege, dass sie wieder Junge haben. Otter sind scheu und meist in der Nacht aktiv. Ihre Anwesenheit bemerkt man oft nur an Kotmarken am Wasser.

Inzwischen hat die Belastung der Fische durch Umweltgifte etwas abgenommen. Aber ob die Gewässer inzwischen sauber genug sind und es für die Otter genügend Fische gibt, wird die Zukunft zeigen.

Legende: Video Der scheue Wilde nachts mit Infrarot abspielen. Laufzeit 01:38 Minuten.
Aus SRF News vom 13.10.2017.

Mehr zum Thema nächsten Donnerstag auf SRF 1 um 20.05 Uhr in der Sendung «Netz Natur»

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
    Eigentlich erwarte ich jetzt ganz schnelle „Anpassungsmassnahmen“ Dieser Otter ist doch so schädlich wie Bär, Wolf, Luchs, Insekten und so! Also: haltet das Land rein von Tieren ausserhalb von Ställen, Gehegen und anderen Einrichtungen;-)
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Es ist leider wieder einmal klargeworden, dass die Natur schneller zerstört als repariert ist. Der gewandte Schwimmer war wegen seines Fells gejagt worden. Zudem litt er unter der Umweltverschmutzung und seine Lebensräume waren zerstört worden. Wenn der Fischotter nur in unberührter Natur überleben könnte, würde er in der dichtbesiedelten Schweiz nie wieder heimisch. Zu hoffen ist, dass dem nicht so ist. Ich freue mich, über jede Tierart, die bei uns wieder leben kann.
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  • Kommentar von Tom Duran (Tom Duran)
    Mir wurde in der Bis das Baden verboten! Ich solle woanders sünnele und baden, hier wolle man den Biber und andere Tiere ansiedeln. Ich dachte nur: verrückte Naturschützer. In zwei Jahren dann müssen die den Biber abschiessen, weil er seltene Bäume fällt! Den nachtaktiven Biber stört das nicht. Ich bade natürlich weiterhin in der Birs. Und viel Andere inklusive Schulklassen und Naturliebhaber ebenso!
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