Konsumenten sollen mehr über Nanopartikel erfahren

Nanomaterialien versprechen robustere Velos, geruchsfreie Socken und sogar einen reduzierten CO2-Ausstoss. Doch die winzigen Partikel können Mensch und Umwelt nicht nur nützen, sondern auch schaden. Das Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung empfiehlt darum mehrere Massnahmen.

Ein Mann streicht einer Frau am Wasser Sonnencrème ein.

Bildlegende: Nanopartikel werden beispielweise für Sonnencremes eingesetzt – die Informationen dazu sind aber dürftig. Keystone

Acht Nanomaterialien werden in der Schweiz in grösseren Mengen produziert oder eingesetzt. Die Partikel werden etwa als UV-Schutz in Farben und Sonnencremes oder zur Behandlung von Textilien eingesetzt.

Das Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung (TA-SWISS) hat bestehende Analysen über die Nanomaterialien in einer Studie zusammengefasst. Nanopartikel sind Teilchen, die bis 100 Nanometer klein sind – rund tausend Mal dünner als ein Haar. Ihre geringe Grösse verleiht ihnen besondere Eigenschaften, die nützlich aber auch schädlich sein können.

Mehr Transparenz gefordert

Für die Konsumenten sei jedoch meist nicht ersichtlich, welche Produkte Nanomaterialien enthalten, heisst es in der Studie. Die TA-SWISS empfiehlt deshalb eine bessere Markttransparenz für die Konsumenten durch Produktregistrierung und Kennzeichnungspflicht.

Weiter sollte die Forschung über die Auswirkungen der Nanomaterialien verstärkt und Fragen zur Entsorgung geklärt werden. Die Studie empfiehlt, das Schweizer Recht mit EU-Recht zu harmonisieren und punktuell sogar darüber hinaus zu gehen.